29.06.2012, 11:50  Aktualisiert: 02.07.2012, 13:22 

Wildnis

Affenhitze im Zoo

Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, ist auch einigen Tieren in den Zoos zu heiß.
In unserer Bildergalerie siehst du, was sich die Tierpfleger gegen die Hitze im Zoo ausgedacht haben... Fotos: Tiergarten Schönbrunn
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Tiere sind ziemlich clever, wenn es darum geht, vor der Hitze zu flüchten. Die Zoologin Simone Haderthauer vom Tiergarten Schönbrunn in Wien erzählt, dass viele Tiere im Sommer nur morgens und abends aktiv sind. „Mittags halten sie Siesta“ Das ist eigentlich die südländische Art, ein Mittagsschläfchen zu machen.

„Die Orang-Utans bekommen im Sommer als Leckerbissen auch mal einen Eislutscher“, erzählt Simone. Dazu werden Obst und Wasser in einen Joghurtbecher gefüllt und gefroren. Außerdem werden ihnen Jutesäcke in das Gehege gelegt. Die ziehen sie sich gerne als Sonnenschutz über.

Im Schlamm baden am liebsten die Nashörner. Das kühlt und der Schlamm schützt wie eine Sonnencreme vor der Sonne.

Vögel dagegen nehmen gerne ein Sonnenbad. Doch anders als wir Menschen haben Vögel keine Schweißdrüsen. Wenn es zu heiß wird, kühlen sie sich im Wasser ab. Ihre Jungen können das Nest im Sommer oft noch nicht verlassen. Daher wenden die Vogeleltern einen Trick an und setzen sich mit ihrem nassen Gefieder auf ihre Jungen.

Hunde kühlen ihren Körper über das Hecheln. Dabei verdunstet der Speichel auf der Zunge und ein Kühlungseffekt tritt ein.

Der Schneehase trägt den Winter nur im Namen. In der kalten Jahreszeit ist sein Fell zur Tarnung nämlich weiß. Doch kommt er mit dem Sommer genauso gut zurecht. Dann ist sein Fell braun. Außerdem hat er schwarze Augen – wie eine eingebaute Sonnenbrille. Blaue Augen etwa wären zu empfindlich für die hohe Sonneneinstrahlung in den Bergen.

Nicht so empfindlich reagieren Insekten auf die Hitze. Bienen sind sogar richtige Sonnenliebhaber. Sie sieht man nur bei Sonnenschein draußen herum fliegen. Wenn es bewölkt oder windig ist bleiben sie lieber in ihrem Bienenstock.

Im Alpenzoo erwartet man den Sommer ganz entspannt. Die meisten Gehege haben sowieso Schattenplätze und Bademöglichkeiten. Nur das Füttern wird auf morgens und abends verlegt. Denn das Fressen würde in der Sonne schnell schlecht werden. Vor allem das Fleisch für die Raubtiere.

(TT)

Toni Times