24.08.2012, 12:06  Aktualisiert: 26.08.2012, 11:49 

WiesoWeshalbWarum

Eine Tonne Gold gesucht

Wir haben uns auf die Spuren der Goldsucher in Tirol begeben und viele schöne Schätze gefunden.
Auf Schatzsuche: Anna (4) sucht sich ihre Edelsteine aus dem Sand heraus. Fotos: Dillenberger
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Einen großen Goldklumpen (Nugget) zu finden: Das ist der Traum eines jeden Goldsuchers. Gold zählt zu den Edelmetallen und ist wertvoll, weil es widerstandsfähig und sehr selten ist. Auch in Tirol kann man Schätze, wie Edelsteine und Gold, finden.

Anna (4) ist gerade beim Goldwaschen in Aschau im Zillertal und wühlt begeistert in ihrer Goldwaschpfanne. Sie ist auf der Suche nach hübschen Edelsteinen, die sich zwischen dem Sand verstecken. Amethyst, Rosenquarz und Bergkristall: Diese und viele andere Edelsteine kommen auch bei uns vor.

Während Anna ihre Steine sortiert, können sich die etwas älteren Kinder ab 12 Jahren am echten Goldsieben versuchen. Das Gold muss unter dem Sand in der Goldwaschpfanne zu finden sein. Doch es ist gar nicht so einfach, das Gold vom Sand zu trennen. Es einfach herauszusuchen, wäre zu aufwändig. Das Gold muss aus dem Sand herausgewaschen werden. Daher kommt die Bezeichnung „Goldwaschen“.

Dabei ist das Wasser ein sehr wichtiges Element. Die Pfanne muss vom Goldwäscher immer wieder eingetaucht und mit Wasser aufgefüllt werden, so dass sich der Sand herausschwemmen lässt. Nun wird die Pfanne geschwenkt, um den Sand aus der Pfanne zu entfernen. Da das Gold sehr viel schwerer ist als der Sand, bleibt es übrig, während der Sand herausgeschwemmt wird.

Es gibt auf der ganzen Welt verschiedene Methoden, Gold zu waschen. Die Goldwäscher in Amerika haben ihre Schätze aber schon früher auf die originale Art, mit der Goldwaschpfanne, gefunden. Das Wichtigste ist dabei einfach, dass nur das reine Gold übrig bleibt. Es wird dann mit einer Pipette aus dem Wasser gefischt. Hat man ganz viel Gold gefunden, kann man es sogar einschmelzen und formen lassen.

Von dem Abenteuer im Zillertal wird man zwar nicht reich, doch man kann nachvollziehen, wie die Goldsucher früher in Tirol auf Schatzsuche gingen. Denn auch in Tirol wurde damals eine Menge Gold gefunden. Viele Goldwäscher waren am Inn tätig. Dort war das Gold zu finden, das unter anderem von der Sill in den Inn getragen wurde. Das meiste Gold konnte allerdings beim Bergbau in der Gegend von Zell am Ziller, vor allem in Hainzenberg, abgebaut werden. Hier wurde von 1619 bis 1915 Gold abgebaut. In diesen 300 Jahren wurde rund eine Tonne Feingold gewonnen.

Heute wird in Österreich kein Gold mehr abgebaut. Doch in manchen Teilen der Erde, zum Beispiel in Südafrika und Australien, wird nach wie vor sehr viel Gold abgebaut und auch gewaschen.

(Sofia Dillenberger)

Toni Info

Schatzsuche in Tirol: Auch bei uns kann man Gold finden

In Aschau im Zillertal kann man Edelsteine und echtes Gold finden. Die Kinder suchen Edelsteine und ab 12 Jahren können sie sich schon als richtige Goldsucher versuchen. Außerdem sind beim „Nugget Siggi“ viele Schätze zu bewundern, die von echten Goldwäschern in Tirol gefunden wurden. Infos unter: www.camping-zillertal.at

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