23.01.2013, 09:45 

Wildnis

Kuschelhormon beeinflusst auch die Affen

Wenn sich Schimpansen lausen, weisen sie das Hormon auf.

Das „Kuschelhormon“ Oxytocin beeinflusst nicht nur emotionale Bindungen bei Menschen, sondern spielt auch bei den Schimpansen eine wichtige Rolle. Das haben Forscher vom Max-Planck-Institut in Leipzig herausgefunden. Bei den Menschenaffen scheine Oxytocin eine Schlüsselrolle für längere Bindungen zu spielen - unabhängig von Verwandtschaft oder sexuellen Interessen, schreiben die Wissenschafter in einer Zeitung.

Die Forscher untersuchten 148 Urinproben von 33 Schimpansen aus dem Budongo-Wald in Uganda. Sie fingen den Urin nach verschiedenen Situationen auf: Zum einen 15 bis 60 Minuten nachdem sich die Affen der Fellpflege („Lausen“) gewidmet hatten. Zum anderen prüften sie auch Urin von Tieren, die sich nicht gelaust hatten. „Dies ist die erste Studie, in der der Oxytocin-Spiegel wild lebender Tiere gemessen wird, ohne dass man ihnen Blut abnehmen musste“, erläuterte Wittig.

Im Ergebnis zeigte sich, dass der Oxytocin-Spiegel nach der Fellpflege bei jenen Affen besonders hoch war, die intensive soziale Kontakte miteinander pflegen. (APA)

Toni Times