25.01.2013, 18:16  Aktualisiert: 26.01.2013, 11:55 

Thomas Brezina feiert Geburtstag

Thomas Brezina wird erst 50 Jahre alt und hat schon über 500 Bücher veröffentlicht.

Kaum ein Kinderzimmer in Österreich kommt ohne ein Buch von ihm aus: Von den Abenteuern der „Knickerbocker-Bande“ über das sprechende Fahrrad „Tom Turbo“ bis zu den Fällen des „Tiger Teams“, Thomas Brezinas Fantasie hat unzählige junge Helden und Heldinnen hervorgebracht. Aber nicht nur mit schneller Feder - der gebürtige Wiener arbeitet bis zu zehn Stunden pro Tag - hat er sich in die Herzen seiner Fans geschrieben, auch viele TV-Konzepte entsprangen seiner Gedankenwelt. Am Mittwoch (30. Jänner) feiert der Autor und Moderator seinen 50. Geburtstag und zeigt sich nach wie vor voller Tatendrang.

Wobei schon das bisherige Oeuvre und dessen Erfolg staunen lassen: Knapp 550 Bücher sind bis dato entstanden, wurden in mehr als 35 Sprachen übersetzt und verkauften sich rund 40 Mio. mal weltweit. Wichtig seien ihm diese Zahlen aber nicht, wie Brezina der österreichischen Presseagentur APA im Interview erklärte.

Seine ersten Schritte in diese Richtung hat der am 30. Jänner 1963 als Thomas Conrad Brezina geborene Autor bereits als Achtjähriger mit einer Geschichte über eine Maus auf dem Jupiter getan, sechs Jahre später folgte für die Drehbücher zur Puppenfernsehserie „Tim, Tom und Dominik“ der Große Österreichische Jugendpreis. Ein erstes Hineinschnuppern in ein Metier also, das zum fixen zweiten Standbein wurde: Mehrfach entwarf Brezina Konzepte und Drehbücher für das Fernsehen. Seit 2008 ist er federführend für das ORF-Kinderprogramm „Okidoki“ verantwortlich.

Anfang der 1990er Jahre gelang ihm mit der Buchserie „Die Knickerbocker-Bande“ über vier Jungdetektive der endgültige Durchbruch gelang. Sein Leitsatz ist: „Ich will Kinder begeistern, bestärken, begleiten.“ Etwas, das er u.a. mit seiner Lieblingsfigur „Tom Turbo“ vor knapp 20 Jahren erstmals auch interaktiv auf die Bildschirme holte, bevor Serien wie „Drachenschatz“ oder „Der Forscherexpress“ folgten.

Den Überblick über seine Figuren verliert er nicht. „Das ist wie ein großes Haus mit verschiedenen Wohnungen und Zimmern. Einmal gehe ich hierhin, einmal gehe ich dorthin, je nachdem, an was ich wieder arbeite. Das ist wie alte Freunde zu besuchen.“

Die größte Herausforderung sei vielmehr, „sich nicht zu wiederholen. Das wird von Jahr zu Jahr schwieriger“, lacht der Autor, der sich grundsätzlich als Geschichtenerzähler definiert, egal, für welches Medium er arbeitet.

Pünktlich zu seinem Geburtstag am 30. Jänner wird er als Kinderpate und Familienbotschafter für „Licht für die Welt“ vorgestellt. (APA, TT)

Toni Times