11.02.2013, 09:28  Aktualisiert: 11.02.2013, 09:51 

Wildnis

Tintenfische sind schneller als Weltrekordsprinter

Sie können fliegen und das auch noch superschnell: Tintenfische segeln so flink wie kleine Raketen durch die Luft.

Tokio – Wie kleine Raketen schießen ozeanische Tintenfische aus dem Wasser, falten ihre beiden Flügel aus und fliegen in einem über 30 Meter weiten Bogen durch die Luft. Damit könnten sie sich gut bei den olympischen Spielen bewerben: Forscher von der japanischen Universität Hokkaido haben ihre Geschwindigkeit nämlich gemessen und fest gestellt, dass sie damit schneller sind als menschliche Superathleten. Die Tintenfische erreichen mit ihrem Düsenantrieb ein Tempo von 11,2 Metern pro Sekunde. Der Sprinter Usain Bolt kam bei seinem Goldmedaillenlauf 2012 in London nur auf 10,31 Meter pro Sekunde.

Den Tintenfisch treibt es immer dann raketengleich aus dem Wasser, wenn er vor Fressfeinden flüchten will. Als Antrieb dient den Weichtieren ein trichterähnliches Organ, der sogenannte Sipho. Mit diesem Düsenantrieb erreichen verschiedene Tintenfischarten eine Flughöhe von bis zu sechs Metern. Weil sie zudem die Richtung des Sipho und damit den Wasserstrahl ändern können, sind die sogenannten Kopffüßler unter Wasser extrem wendig.

Für den Menschen ist das Tempo des Tintenfisches beeindruckend. Im Wasser gehört er damit aber nicht zu den Schnellsten. Fliegende Fische schaffen bei einer Geschwindigkeit von über 20 Meter pro Sekunde Flugweiten von mehr als 300 Metern. Der Schnellste in der Welt der Flossen und Schuppen ist aber der Segelfisch: Bei der Flucht oder Jagd kommt er auf über 30 Meter pro Sekunde, das sind 110 Kilometer pro Stunde. (APA/AFP)

Toni Times