12.02.2013, 08:18  Aktualisiert: 12.02.2013, 08:40 

Wieso Weshalb Warum

Ciao Papst!

Überraschung im Vatikan: Der Papst, das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, tritt zurück.
Will nicht mehr Papst sein: Joseph Ratzinger (85).
Foto: dapd

Rom – Papst Benedikt XVI. gibt sein Pontifikat (das ist die Amtszeit eines Papstes) ab. Joseph Ratzinger (85), so heißt der Papst mit bürgerlichem Namen, hat das am Montag überraschend in Rom mitgeteilt. Er kündigte seine ungewöhnliche Entscheidung in lateinischer Sprache an. In seiner Ansprache sagte Benedikt, er spüre das Gewicht der Aufgabe, dieses Amt zu führen, habe lange über seine Entscheidung nachgedacht und sie zum Wohl der Kirche getroffen.

Besonders außergewöhnlich ist das vor allem deshalb, weil es sehr selten vorkommt, dass ein Papst zurück tritt. Das hohe Amt wird normalerweise bis zum Tod ausgebübt. Nur einmal vor rund 700 Jahren hat auch ein Papst freiwillig sein Amt zu Lebenszeiten abgegeben.

Jetzt beginnt eine spannende Zeit im Vatikan, dem römisch-katholischen Stadteil Roms. Joseph Ratzinger wird noch bis 28. Februar Papst sein und dann sein Amt abgeben. Im Vatikan muss dann eine Konklave einberufen werden. Das ist ein Zusammentreffen aller Bischöfe, bei dem der neue Papst bestimmt wird. Der Höhepunkt dieser streng geheimen Beratungen sind die Rauchzeichen, die durch verbranntes Stroh erzeugt werden. Bei schwarzem rauch wissen die Menschen, die vor dem Dom warten, dass die Abstimmung noch nicht erfolgreich war, bei weißem Raum gibt es ein Ergebnis und die Konklave ist beendet. (dpa)

Toni Times