24.04.2012, 09:34  Aktualisiert: 24.04.2012, 12:54 

Ernährung

Frühstücken macht Kinder fit

Auf die erste Mahlzeit des Tages sollte nicht verzichtet werden. Ein gesundes Frühstück liefert Energie für den ganzen Tag.
Vollkornprodukte, Müsli und Joghurt dürfen bei einem perfekten Frühstück nicht fehlen. Foto: Shutterstock
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Kinder können sich an ein tägliches Frühstück gewöhnen.

Das Frühstück ist für viele Kinder eine eher lästige Angelegenheit. Sie haben entweder morgens keinen Hunger oder wollen sich einfach nicht die Zeit für ein ausgiebiges Frühstück nehmen. Hat man sich aber erst einmal an sein tägliches Frühstück gewöhnt, will man nicht mehr darauf verzichten.

Eine ausgewogene Mahlzeit am Morgen fördert die Konzentration.

Kinder und Jugendliche, die regelmäßig mit einer ausgewogenen Morgenmahlzeit in den Tag starten, weisen insgesamt einen gesünderen Lebensstil auf und sind leistungsfähiger. Darauf macht diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe anlässlich des heutigen Europäischen Tag des Frühstücks aufmerksam. Der Tag steht unter dem Motto: „Fit durch Frühstück!“.

Die richtige Ernährung zu Beginn eines Tages kann optimale Voraussetzungen schaffen, um die Konzentration in der Schule zu unterstützen. Häufiges Auslassen der Morgenmahlzeit fördert die Entstehung von Übergewicht. Das wiederum begünstigt die Entwicklung von Diabetes Typ 2.

Vollkornprodukte und Müsli dürfen bei einem gesunden Frühstück nicht fehlen.

Kohlenhydratreiche Mahlzeiten wie Vollkornbrot oder Müsli führen durch einen langsamen und länger andauernden Anstieg des Blutzuckers zu einer besseren Gedächtnisleistung und Reaktion. Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel tritt auf, wenn Kinder vor der Schule und in den Pausen entweder gar nichts essen oder nur Weißmehlprodukte und Süßigkeiten verzehren. Diese sind kohlenhydratreich und ballaststoffarm, lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen, aber ebenso schnell wieder sinken. Die Folge ist mangelnde Leistungsfähigkeit.

Müslis zum Selbermachen.

Selbst hergestellte Müslis sind dabei häufig die bessere Wahl als Fertigprodukte: Letztere können je nach Zusammensetzung einen hohen Zucker- und Fettanteil enthalten.

Der gesunde Durstlöscher.

Genügend Flüssigkeit ist auch beim Frühstück wichtig. Wasser ist hier nach wie vor die beste Wahl. Die meisten Kinder erfreuen sich am Morgen aber nicht gerade an einem Glas Wasser. Deshalb ein Tipp: Im Verhältnis 2:1 mit Wasser verdünnte Obstsäfte und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees bieten eine gute Alternative.

Die Gewohnheit macht auch Appetit auf Gesundes.

Was tun, wenn Kinder nicht gern Gemüse und Vollkornbrot essen und stattdessen auf den Schokoriegel des Klassenkameraden schielen? Hier können Geduld und der „mere exposure effect“ helfen. Er besagt, dass Kinder jene Gerichte, die häufig auf dem Speiseplan stehen beziehungsweise in der Brotdose liegen, mit der Zeit auch gerne verzehren. Daher sollten Eltern ihrem Kind immer wieder auch Lebensmittel anbieten, die es noch nicht so gerne mag und darauf achten, dass es wenigstens davon probiert. Manchmal kommt der Appetit dann beim Essen.

(TT)

Toni Times