17.10.2012, 12:33  Aktualisiert: 17.10.2012, 12:50 

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Listige Jäger, geheimnisvolle Gegner

Zweiköpfige Beißvipern und gefährliche Würgeboase, die ihren Schwanz wie eine Peitsche einsetzen. LEGO hat heuer bei seinen beliebten Ninjago-Figuren das Jahr der Schlangen ausgerufen. Ein Schlangenexperte erklärt, wie diese Tiere in Wirklichkeit sind.
Manche Schlangen können einen Menschen verschlingen.
Foto: EPA

Einer, der sich mit Schlangen sehr gut auskennt ist Uwe Wünstel. Der Schlangenexperte arbeitet in Deutschlands Reptilium in Landau. Im Interview erklärt er, wie wir Menschen uns Schlangen gegenüber verhalten sollen.

Wie viele Schlangenarten gibt es auf der Welt?

Weltweit gibt es ungefähr 3.000 Schlangenarten. Die meisten leben in warmen Ländern. In der Arktis und Antarktis gibt es keine Schlangen.

Viele Menschen haben Angst vor Schlangen, woran liegt das?

Schlangen besitzen keine Augenlider und haben deshalb einen starren Blick. Für viele sind auch ihre lautlosen, kriechenden Bewegungen unheimlich. Schlangen gibt es auf der Erde aber schon lange, die waren vor den Menschen schon da und sogar schon vor den Dinosauriern.

Wie sollte man sich verhalten, wenn man auf eine Schlange trifft?

Auch wenn es schwer fällt: Die Schlange bloß nicht anfassen oder versuchen, die Tiere zu verscheuchen. Man sollte einen Bogen um die Schlange machen und sie selbst ihren Weg suchen lassen. Egal, ob es sich um eine Wurmschlange von 15 Zentimetern oder eine sechs Meter lange Netzpython handelt: Wenn sich Schlangen in die Enge getrieben fühlen, werden sie aggressiv und können zubeißen.

Steht der Mensch auf dem Speiseplan der Schlangen?

Grundsätzlich nein, aber es gibt zwei Schlangenarten, in deren Beuteschema der Mensch passt: Die in Asien lebende Netzpython ist mit einer Größe von bis zu fast 10 Metern die größte Würgeschlange. Sie kann einen Menschen verschlingen. Das gilt auch für die Anakonda, die zweitgrößte Schlange, die in Südamerika lebt. (lipi)

Toni Times