18.07.2012, 13:42 

Reporter in der Stadt

Junge Reporter in der Stadt

Beim „Innsbrucker Ferienzug“ durften elf Kinder einmal selbst Reporter sein und mit Aufnahmegeräten Leute auf der Straße interviewen. Die Toni Kinderredaktion war dabei.
Klick dich durch die Fotos um die jungen Reporter in Aktion zu sehen.Foto: Maria Nindler
Foto: Maria Nindler

Eine Station des Sommerferienzugs ist der Workshop „Reporter in der Stadt“. Dort können Kinder von zehn bis 14 Jahren die Welt eines Reporters entdecken. Sie bekommen Aufnahmegeräte, mit denen sie Leute auf der Straße

zu selbst ausgedachten Themen interviewen können. Nachdem die jungen Reporter alle Interviews im „Kasten“ haben, geht es an die Computer. Dort können sie ihre Aufnahmen selbst zusammenschneiden und mit Musik „verfeinern“. Zum Schluss bekommt jeder eine CD mit dem fertigen Interview.

Am Mittwoch um 9 Uhr ging es zum ersten Mal los. Alle 11 angehenden Reporter trafen sich mit Bernhard Holzhammer und Jenny Zoller in der Hofburg.“Ich bin heute bei den Reportern in der Stadt dabei, weil ich es toll finde, Leute zu interviewen. Ich könnte mir auch vorstellen, einmal Reporterin zu werden.“, sagte die elfjährige Sophie.

In der Hofburg ezählte Bernhard den Kindern, wie ein Reporter vor der Erfindung des Internet arbeitete und erklärte, was ein „Podcast“ ist. Danach ging es an die Themensuche für die Interviews. „Wir brauchen drei Themen“, sagte Bernhard. Schließlich waren sich alle einig. Die Themen waren Lieblingsmusik, EM-Favorit und Ferienbeschäftigung. Bevor es in die Stadt ging, erklärte Bernhard, wie ein Aufnahmegerät funktioniert.

Dann ging es in die Stadt.In der Maria-Theresien Straße war keiner mehr vor den jungen Reportern sicher. Überall hörte man „Entschuldigung? Dürfen wir ihnen eine Frage stellen?“. Andrea, Anna-Lena, Sophie, Isabella und Jonas fragten die Leute nach ihrer Lieblingsmusik. Sie bekamen Antworten wie Mozart, alte Schlager und Pop zu hören. Insgesamt hatten sie dann 29 Aufnahmen. „Das Leute interviewen hat mir sehr gut gefallen.“, berichtet die elfjährige Isabella. Auch die EM-Gruppe bekam viele lustige Antworten. „Wir fragten einen Mann, für welche Mannschaft er bei der EM war und er antwortete: Brasilien“, lacht Lukas (12).

Mit den Interviews im Kasten und es ging wieder zurück zur Hofburg. Dort wurde dann erst einmal gejausnet. Nach der Stärkung suchten sich die jungen Reporter einen Computer. Bernhard erklärte zuerst das Programm,

mit dem die Kinder die Aufnahmen bearbeiten konnten. Dann wurde kopiert, imporiert, zusammengeschnitten und angehört. „Ich arbeite sehr oft am Computer und kenne mich schon gut damit aus.“, sagte Marcus (12), dem die Arbeit am Computer leicht fiel. Doch auch den Kindern, die noch nicht so oft am Computer waren, gefiel das Zusammenschneiden der Interviews sehr gut. „Ich bin nicht viel am Computer, aber das hier macht mir viel Spaß.“, erzählte Lisi (10), während sie gerade ihre Aufnahmen bearbeitete. Dann ging es dem Finale zu und Bernhard hörte sich jedes Interview noch einmal an. „Das könntest du noch lauter machen“ und „dort ist eine zu lange Pause“ lauteten die letzten Verbesserungen. Das Ergebnis waren 11, circa zwei Mitnuten lange Interviews. Ein fertiges Interview sah in etwa so aus: Zuerst kommt eine Anfangsmusik, die immer leiser wird. Dann hört man die Stimme eines jungen Reporters der zum Beispiel fragt: „Entschuldigung? Wir sind vom Ferienzug Innsbruck und würden Sie gerne interviewen. Was machen sie in den Ferien?“. Danach hört man die verschiedenen Antworten der befragten Personen. Die Musik läuft währenddessen leise im Hintergrund weiter. Am Ende bedanken sich die Kinder noch einmal für die Interviews.Nachdem alle Aufnahmen bearbeitet waren, bekam jeder eine CD mit seinem fertigen Interview. „Heute hat es mir sehr gut gefallen.“, sagt Melanie, „ich wäre nächstes Jahr gerne wieder dabei.“ (mani)

Toni Times