04.04.2012, 14:54  Aktualisiert: 30.08.2012, 11:31 

BunteWelt

Die Sonnenuhr zeigt die schönen Stunden

Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heit‘ren Stunden nur: Wenn du dieses Sprichwort kennst, weißt du sicher, dass eine Sonnenuhr nur funktioniert, wenn das Wetter schön und es Tag ist.
Diese Sonnenuhr steht in Prag. In unserer Bildergalerie zeigen wir dir, wie du deine eigene Sonnenuhr basteln kannst... Fotos: Warenski
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Schon die Ägypter, Griechen und Römer bestimmten die Zeit mithilfe der Sonne und des Schattens, den Zeiger werfen.

Weil sich die Erde um die Sonne dreht, verändert sich der Stand der Sonne im Laufe des Tages. Am Morgen steht die Sonne tief und der Schatten ist lang und zeigt nach Westen. Zu Mittag steht die Sonne hoch am Himmel, der Schatten ist kurz und zeigt auf der Nordhalbkugel (bei uns in Europa) nach Norden, auf der Südhalbkugel nach Süden. Am Nachmittag wandert der Schatten nach Osten.

Das kannst du alles beobachten, wenn du dir eine Sonnenuhr bastelst. Besonders schön wird die Uhr, wenn du sie bemalst und verzierst.

Für den letzten Schritt – das Einrichten – brauchst du die Hilfe der Eltern:

Damit die Sonnenuhr auch die richtige Zeit anzeigt, musst du den Schattenstab nach Norden ausrichten. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

Falls die Sonne scheint, kann sie dir schon beim Ausrichten helfen: Stecke den Stab in den Boden (oder Blumentopf). Er muß schräg nach oben schauen und die „13“ vom Ziffernblatt muss den kleinsten Abstand zum Boden haben (wegen der Sommerzeit).Der Winkel beträgt bei uns ungefähr 47° - dafür benutzt du am besten ein Geodreieck - und der Gnomon muss zugleich genau nach Norden zeigen - hier hilft dir die Sonne: du brauchst den Blumentopf nämlich nur soweit zu drehen bis der Schatten des Gnomons auf dieselbe Uhrzeit anzeigt wie die Armbanduhr (ist zwar ein bisschen geschummelt, aber es funktioniert). Falls ihr einen Kompass zuhause habt, kannst du Norden natürlich damit ganz genau bestimmen.

Du kannst die Sonnenuhr aber auch in einer sternenklaren Nacht einstellen, indem du den Schattenstab ganz genau auf den nördlichen Fixstern ausrichtest. Den findest du mithilfe des „großen Wagens“: die beiden Sterne, die die hintere Wand des Wagens darstellen verbindest du mit einer gedachten geraden Linie, wenn du diese Linie verlängerst stösst du nach etwa des fünffachen Abstandes der beiden Sterne auf die Venus - unseren „Fixstern“, der ja eigentlich ein „Fixplanet“ ist.

Die Bastelanleitung zu deiner Sonnenuhr findest du in unserer Bildergalerie...

(Brigitte Warenski, Ronald Stärz)

Toni Times