16.04.2012, 10:08  Aktualisiert: 18.04.2012, 12:48 

Wildnis

Orang-Utans schlafen mit Decke und Kopfkissen

Wir Menschen lieben es, uns jeden Tag in ein frisch gemachtes Bett zu legen. Orang-Utans bauen sich sogar jeden Tag ein ganz neues Bett.
Auch Affen schlafen gerne in ihrem eigenen Bett. Foto: epa
Foto: EPA

Bei dem Bau ihrer Betten haben die Affen sogar ein eigenes System. Die Betten müssen sehr stabil sein, denn Orang-Utans können bis zu 90 Kilogramm wiegen. Das Nest bietet auch Schutz vor Feinden und lästigen Tieren.

Wie wird das Bett gemacht?

Die Affen wählen einen stabilen, dicken Seitenast als Grundlage für das Nest aus. Diese Äste sind viermal stärker als die Äste, die zum Ausfüttern des Nestes verwendet werden. Zum Ausfüttern verweben sie umliegende Äste ineinander. Die Äste zur Auspolsterung des Nestes brechen die Affen ganz vom Baum ab. Sie sind dünner als die Äste der tragenden Grundstruktur.

Affen mögen es auch gemütlich.

Sie bauen sich zum Beispiel eine „Matratze“. Manchmal bauen sie sich sogar eine Decke oder ein Kopfkissen. Durch die dünneren Äste hat die Mitte des Nestes auch eine größere Nachgiebigkeit als die äußeren Ränder. Dadurch können die Affen gemütlicher in ihrem „Bett“ liegen.

Orang-Utans sind Profis im Bau ihrer Nester.

Sie scheinen genau zu wissen, welche Äste geeignet sind, um ein sicheres und bequemes Nest zu bauen. Sie orientierten sich dabei vermutlich an der Dicke der Äste.

(dpa)

Toni Info

Orang-Utans sind Pflanzenfresser und leben auf den südostasiatischen Inseln Sumatra und Borneo.

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