Wildnis
Forscher entdecken seltenen Weißwal
|
Den Namen „Eisberg“ hat der Weißwal seiner Rückenflosse zu verdanken. Foto: apa
Foto: APA/E. LAZAREVA/FEROP
|
||
Forscher haben im Nordpazifik erstmals einen komplett weißen erwachsenen Schwertwal gesichtet. Vermutlich handelt es sich um einen Albino. Albinos sind Tiere mit einer angeborenen Störung der Farbstoffe in Haut und Haaren. Dadurch haben diese Lebewesen eine hellere Haut-, Haar- und Augenfarbe.
Der weiße Schwertwal lebt in einer Gruppe mit zwölf weiteren Orcas. Eisbergs Heimat gehört zum größten russischen Meeresschutzgebiet. Wegen seiner hoch aufragenden weißen Rückenflosse tauften die Forscher ihn Iceberg (Eisberg). Bei Walen und Delfinen gibt es nur vereinzelte Sichtungen erwachsener Albinos.
Weißwale bekommen leicht einen Sonnenbrand.
Erwachsene Albinos sind unter den Walen selten. Sie sind empfindlicher für einen Sonnenbrand und können schlechter sehen. Die Einschränkung der Sehfähigkeit ist für die ein großes Problem. Die Wale sind für die Jagd nämlich auf gute Augen angewiesen. Albinos haben schlechtere Jagdchancen und damit ist ihre Lebenserwartung niedriger.
Orcas leben in Großfamilien. Schwertwale leben gewöhnlich in stabilen Familien. Dabei haben sich zwei Lebensweisen herausgebildet: Sesshafte Orca-Gruppen sind mit etwa acht Tieren größer und haben sich auf Fischschwärme als Nahrung spezialisiert. Wandernde Schwertwal-Gruppen sind kleiner und jagen andere Meeressäuger. Sie bestehen normalerweise aus nur drei Tieren.
(dpa)




