Wildnis
Mein Freund, der Wolf
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Wer hat Angst vor dem bösen Wolf? Niemand! Der Wolf kann sich sogar mit Menschen anfreunden. Foto: dpa
Foto: dpa/Pleul
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In Märchen wie „Rotkäppchen“ oder „Der Wolf und die sieben Geißlein“ ist der Wolf immer der Böse. Doch in Wirklichkeit sind Wölfe extrem scheu und mögen kein Menschenfleisch. Der Wolf hat kein Interesse an uns, wir sind ihm egal.
Im Jahr 2000 galten die Tiere in Deutschland noch als ausgestorben. Heute leben dort 14 Rudel mit etwa acht Tieren.
Spaziergänger dürften trotzdem so gut wie nie einem Wolf in freier Wildbahn begegnen. Mehr Glück, einen Wolf zu sehen, haben Jäger oder Waldarbeiter, die oft im Wald sind.
Obwohl die Tiere sehr scheu sind, gibt es immer wieder Geschichten, in denen sich Mensch und Wolf nahe kommen. Eine der bekanntesten ist die Erzählung von Mogli. Im berühmten „Dschungelbuch“ zieht ein Wolfsrudel das elternlose Kind groß und zeigt ihm, was ein Wolf zum Überleben können muss. Auch im realen Leben gibt es das.
Eine ungewöhnliche Freundschaft, aber nicht ausgeschlossen. Wölfe sind soziale Wesen, man weiß, dass sie gegenseitig ihre Welpen versorgen. Wenn einer verletzt ist, wird er vom Rudel mit versorgt, die lassen ihn nicht einfach sitzen. Deshalb ist ein Kontakt zu einem Menschen möglich, der viel in der Natur unterwegs ist. Wenn sie sich an ihn gewöhnt haben, baut sich die Scheu der Wölfe ab. Dann wäre es sogar denkbar, dass die ihn mitfuttern lassen.
(dpa)




