28.07.2010, 06:51  Aktualisiert: 16.02.2011, 10:25 

International

US-Kongress beschließt weitere Milliarden für Afghanistan-Krieg

Das Repräsentantenhaus stimmte mit großer Mehrheit dafür, das Budget für den Krieg am Hindukusch um 33 Milliarden Dollar (25 Mrd Euro) zu erhöhen.
Die Mission in Afghanistan wird von den USA mit Milliarden-Beträgen aufgestockt. Foto: Reuters

Washington – Ungeachtet der neuesten Debatte über den Afghanistan-Krieg hat der US-Kongress zusätzliche Milliarden für den Einsatz freigegeben. Das Repräsentantenhaus stimmte am Dienstag mit großer Mehrheit dafür, das Budget für den Krieg am Hindukusch um 33 Milliarden Dollar (25 Mrd Euro) zu erhöhen.

Die Mehrkosten entstehen vor allem durch die Entsendung von rund 30.000 zusätzlichen Soldaten in das Land. Die massive Truppenaufstockung war Teil der neuen Afghanistan-Strategie von US-Präsident Barack Obama, die er Ende des vergangenen Jahres ausgerufen hatte.

Die Abstimmung im Kongress erfolgte nur zwei Tage nach der aufsehenerregenden Veröffentlichung Zehntausender teils geheimer Militärakten zu dem Krieg auf der Enthüllungswebsite Wikileaks.

Der Vorgang erhöhte Kritikern zufolge erneut den Druck auf Obama, seine Kriegsstrategie zu verteidigen. Nach Aussage des Präsidenten sind durch das Leck keine Geheimnisse ans Tageslicht gekommen.

Das Abstimmungsergebnis in der großen Kongresskammer fiel mit 308 zu 114 klar aus. Der Senat hatte das insgesamt 59 Milliarden Dollar schwere Gesetz bereits in der vergangenen Woche verabschiedet. Als nächstes muss es von Obama in Kraft gesetzt werden.

Unterdessen wurden bei einer Bombenexplosion mindestens 20 Zivilisten getötet.

Der in der Provinz Nimros an einem Straßenrand abgelegte Sprengsatz detonierte, als ein voll besetzter Bus vorbeifuhr, wie Provinzgouverneur Ghulam Dastgir Asad mitteilte.

Offenbar sollten internationale Streitkräfe getroffen werden: Die Täter hätten die Bombe an einer Straße abgelegt, auf der ein Konvoi der NATO-Truppen erwartet worden sei, sagte der Gouverneur. Soldaten der Koalition hätten bei der Versorgung der Verletzten geholfen. (APA/AFP/dpa)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mi, 28.07.2010  06:51
aktualisiert: Mi, 16.02.2011  10:25
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