Sexskandal: Theologe Häring fordert von Papst Entschuldigung

Als Leiter der römischen Glaubenskongregation verpflichtetet Papst Benedikt XVI. 2001 alle Bischöfe der Welt zur Verschwiegenheit in Sachen Pädophilie.

Nürnberg – Der deutsche Theologe Hermann Häring hat Papst Benedikt XVI. aufgefordert, die Opfer von sexuellem Missbrauch in der Kirche um Entschuldigung zu bitten.

Er müsse erklären, dass ein von ihm als Kardinal Joseph Ratzinger versandter Brief aus dem Jahr 2001 ein falscher Schritt gewesen sei, sagte Häring laut einem Bericht der „Nürnberger Zeitung“ (Dienstag).

Zum Schweigen verpflichtet

Darin habe der 2005 zum Papst gewählte Präfekt der römischen Glaubenskongregation alle Bischöfe der Welt zur absoluten Geheimhaltung in Sachen Pädophilie verpflichtet.

Der emeritierte Universitätsprofessor Häring plädiert für die Abschaffung des Pflichtzölibats: „Gegen den freiwilligen Zölibat ist nichts zu sagen. Aber gegen den Zwangszölibat ist sehr viel einzuwenden. Denn er ist in der Schrift keinesfalls begründet“, sagte Häring. (AP)

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Kirche entschuldigt sich bei den Opfern

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