International
US-Astronauten kritisieren Obamas Raumfahrtprogramm
Washington – Der legendäre Astronaut Neil Armstrong hat das Raumfahrtprogramm von US-Präsident Barack Obama am Mittwoch scharf kritisiert.
Obamas Pläne drohten die USA im Wettbewerb mit Russland und anderen Raumfahrtnationen zurückzuwerfen, erklärte Armstrong, der am 20. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat.
Obama will nach dem Ende des Space-Shuttle-Programms der NASA in diesem Jahr private Firmen mit dem Bau von Raketen und Raumschiffen für die Flüge zur Internationalen Raumstation (ISS) beauftragen.
Armstrong erklärte dazu in einer Anhörung des US-Senats, praktisch werde dies dazu führen, dass US-Astronauten nur noch mit russischer Hilfe zur ISS gelangten.
„Ich glaube, der Präsident ist schlecht beraten worden“, sagte Armstrong. Eugene Cernan, der 1972 beim bisher letzten bemannten Flug zum Mond dabei war, bezeichnete Obamas Pläne gar als „Entwurf für eine Mission nach nirgendwo“. (APA/apn)
aktualisiert: Mo, 18.10.2010 10:39




