07.04.2010

Innsbruck

Freunde zu Hasch eingeladen

Innsbruck – Teilweise geständig zeigte sich am Dienstag ein 43-jähriger drogensüchtiger Innsbrucker vor Richter Norbert Hofer. Vor allem Hasch konsumierte der Mann über die Jahre. Und zu seinen Haschpartys lud er dann auch Bekannte ein. In einen eigens gestalteten Chillraum, dessen Schlüssel er auch vor seinem jugendlichen Sohn versteckt hat. Auf die Frage des Richters, wann er denn zum letzten Mal Hasch geraucht habe, antwortete der Mann dann auch wahrheitsgetreu. „Gestern, Herr Rat.“

Den Stoff selbst besorgte sich der Haschsüchtige – „ich brauche es auch zum Einschlafen“ – vor allem am Innsbrucker Hauptbahnhof. „Bei den Marokkanern“, wie er aussagte. Meist zehn Gramm habe er dort gekauft. Mehr nicht, „weil es oft sowieso weniger war. Wenn ich es nachwog, waren es meist nur acht oder neun Gramm.“ Nur zweimal habe er auf einen Schlag 100 Gramm gekauft, räumt der reuige Angeklagte ein, der einschlägig vorbestraft ist. Über ein halbes Kilo soll er so verraucht bzw. verschenkt haben. Er wolle eine Therapie machen, beteuerte er. Hofer verurteilte den Süchtigen zu acht Monaten bedingt sowie einer unbedingten Geldstrafe von 3600 Euro. Außerdem muss er die Verfahrenskosten tragen. Die aber sind heftig. Rund 5000 Euro muss er u.a. für die Telefonüberwachung berappen. (mak)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mi, 07.04.2010
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