18.08.2010

Schwaz

260 Container aus Kroatien für das Ausweichquartier

Der Antransport der Modul-Wohneinheiten für das Containerdorf mit 57 Wohneinheiten am Jenbacher Toleranzareal wurde gestartet.

Von Walter Zwicknagl

Jenbach – Die ersten Container für das Ausweichquartier des Jenbacher Altenheimes, das sich künftig Jenbacher Sozialzentrum nennt, wurden gestern angeliefert. „Heute Mittwoch werden es zehn Module sein, maximal sind es pro Tag 16 Stück“, verriet Bauleiter Michael Kurz. „Alles in allem werden 260 Module benötigt. Sie werden in Kroatien gefertigt“, sagt BM Wolfgang Holub. Samt Nasszelle werden pro Wohneinheit rund 31 Quadratmeter zur Verfügung stehen. 7500 Kubikmeter Schüttmaterial wurden in den vergangenen Wochen zum Toleranzareal geliefert. „Bis Mitte November soll der Umzug der mehr als 50 Senioren in das Containerdorf mit 57 Einzelzimmern erfolgen. Dann kommt es zum Um- und Zubau des bestehenden Altenheimes“, zeigt der Gemeindechef auf.

Mit dem Um- und Zubau des bisherigen Seniorenheimes befasste sich der Gemeinderat am Montag. Aufträge im Ausmaß von 3,8 Millionen Euro wurden vergeben. BM Holub sprach von Gesamtkosten von 13,1 Millionen Euro für Zu- und Umbau sowie Ausweichquartier. „Wir sind aber nach wie vor der Meinung, dass ein Neubau besser gewesen wäre“, stellte VP-Mandatar Erich Rainer fest. Bei der Abstimmung über den Finanzierungsplan, ein Bankdarlehen von 7,5 Millionen Euro und den Auftragsvergaben gab es Stimmenthaltungen der VP-Fraktion.

Optimistisch zeigt sich BM Holub in puncto Wohnbauförderung für das Projekt Seniorenheim. „Die förderbare Nutzfläche liegt nach neuesten Erkenntnissen nicht mehr bei 2070 Quadratmetern, sondern bei 4613 Quadratmetern. Wir rechnen jetzt mit einem Wohnbauförderungsdarlehen in der Höhe von 6,2 Millionen Euro“, atmet der Bürgermeister erleichtert auf. Das verbessere auf Jahre den Verschuldungsgrad. Bei 65 Prozent soll er heuer liegen, im Jahr 2011 sollen es fast 68 Prozent sein. Bis zum Jahr 2016 könnte er auf 62 Prozent sinken.

Ein Ja gab es im Gemeindeplenum für ein Ferienprogramm für Kinder von sechs bis zwölf Jahren, das im nächsten Jahr angeboten wird. „Es erstreckt sich über zwei Wochen und soll gerade dann beginnen, wenn Kindergärten und Hort geschlossen sind“, meinte Vizebürgermeisterin Mirjam Dauber.

Einstimmig beschlossen wurde eine geringfügige Erhöhung der Wasser- und Kanalgebühren und die Erweiterung der Wasserversorgungsanlage im Bereich Vorder- und Hinterfischl.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mi, 18.08.2010
Vorteilszone
Partyfotos
Gewinnspiele
Parship
radio.at
Unterkunftssuche
Panoramabilder
Panoramabilder
"HEISZE TASTEN"
Panoramablick
AGB Kontakt Impressum