Innsbruck
Hochleitner klagt auf Schadenersatz
Innsbruck – Nachwehen zur Rektorswahl an der Medizin-Uni: Die ehemalige Vizerektorin Margarethe Hochleitner, die sich um den Chefposten beworben hatte, wurde bei der Wahl durch den Unirat als Frau diskriminiert. Zu diesem Ergebnis kam die Bundesgleichbehandlungskommission. Da das Gutachten noch nicht ausgestellt sei, waren gestern sowohl Rektor Herbert Lochs als auch Hochleitner zurückhaltend. Sobald das Schriftstück an der Uni eingelangt sei, werde er dazu Stellung nehmen, meinte Lochs in einer Aussendung.
Auf seine Bestellung hat die Entscheidung übrigens keinen Einfluss, sehr wohl kann seine ehemalige Mitbewerberin nun aber Schadenersatz einklagen. Und das werde sie auch tun, kündigte Hochleitner der TT an. Dabei gehe es ihr keineswegs ums Geld, das sei ohnehin nur ein minimaler Betrag, betont die Kardiologin und Leiterin des Frauen-Gesundheitszentrums. „Es geht um meinen Ruf, und es geht darum, dass man mich schlecht behandelt hat“, erklärt sie.
Als „unerträglich“ kritisierte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek die Diskriminierung einer Rektorskandidatin. Sie erwarte sich, dass bei den nächsten Wahlen nicht wieder ausschließlich Männer zum Zug kommen. (sta)




