Innsbruck
Mehr Busse rollen nicht umsonst
Von Christoph Mair
Innsbruck – Bald ein Jahr rollen nun die Busse im Mittelgebirge im Halb- bzw. Viertelstundentakt. Mit einiger Verspätung war im September des Vorjahres Tirols größtes Verkehrskonzept für 15 Gemeinden des Mittelgebirges eingeführt worden.
In einer Umfrage im Auftrag des Verkehrsverbundes Tirol (VVT), deren Ergebnisse der TT exklusiv vorliegen, beurteilen 47 Prozent das Angebot mit „Sehr gut“, 39 Prozent geben ein „Gut“. Nur knappe vier Prozent zeigen sich gar nicht zufrieden. Ins Bild passt auch, dass 87 % der Meinung sind, dass es klare Verbesserungen gebe. 500 Bewohner der Mittelgebirgsgemeinden wurden telefonisch befragt.
Mit einem sechsprozentigen Fahrgastzuwachs zwischen September und März im Vergleich zum gleichen Zeitraum vor der Taktverdichtung sind LHStv. Anton Steixner und VVT-Geschäftsführer Georg Fuchshuber zufrieden. „Der jährliche Durchschnitt beim Fahrgastzuwachs beträgt bis zu viereinhalb Prozent“, vergleicht Fuchshuber. Steixner wünscht sich diese Zuwachsraten auch für die Folgejahre, schließlich fließe mit 2,6 Mio. Euro viel Geld in das Bussystem. Rund 520.000 Euro davon müssen die Gemeinden beisteuern. Geld, das für den Obmann des Planungsverbandes Westliches Mittelgebirge, BM Rudi Nagl, gut angelegt ist. „Mutters und Natters überlegen sogar einen Schulsprengelwechsel von Innsbruck nach Axams, so gut sind die Verbindungen jetzt.“ Profitieren würden besonders kleinere Gemeinden, die bisher kaum angebunden waren. Für Probleme sorgen immer wieder Verspätungen im Innsbrucker Verkehr. Eine Arbeitsgruppe zwischen Land und Stadt soll hier – wo möglich bauliche – Lösungen erarbeiten.




