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Gabriella Cilmi auf den Spuren von Donna Summer
Es hätte eine Pianoplatte werden sollen, nun entfacht Gabriella Cilmi auf ihrer zweiten, am 21. Mai erscheinenden LP „Ten“ (Universal) ein Disco-Feuerwerk.
![]() Gabriella Cilmi hat früh im Musikgeschäft Fuß gefasst und internationale Erfolge verbucht. Foto: EPA/Schmidt |
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Wien – „Einer meiner Bandmitglieder gab mir ein Album von Donna Summer. Das hat den Sound und die Richtung verändert“, sagte die australische Popsängerin der APA. War das Debüt noch in Partnerschaft mit einem Produzenten entstanden, standen diesmal „Kooperationen im Vordergrund“.
Cilmi bezeichnet die Veränderung nicht als Weiterentwicklung: „Das ist einfach eine andere Seite von mir. Ich mag so viele Arten von Musik. Eigentlich habe ich mit dem Gedanken begonnen, eine Piano-Platte aufzunehmen. Weil ich ein großer Fan von Dr. John und Professor Longhair und diesem schmutzigen Pianoklang bin.“ Leider könne sie nicht so gut Klavier spielen wie ihre R&B-Helden. Sie arbeite daran, aber: „Vermutlich bin ich 100, bis ich das zusammenbringe“, lachte die erst 18-Jährige.
Dann kam mit Donna Summer die Initialzündung. „Ich habe Giorgio Moroder und all die Retro-Synthe-Sounds gehört. Donna Summer und Giorgio Moroder hatten eine der besten musikalischen Partnerschaften“, schwärmte Cilmi. „Ich liebe es, wie sie dieses Falsetto in ihrer Stimme einsetzt, was mich dazu inspirierte, mit verschiedenen Aspekten meiner Stimme zu experimentieren, die ich davor noch nie verwendet hatte. Das war cool.“
Die Atmosphäre der Platte habe sich ständig verändert: „Wir haben die Tracks kontinuierlich überarbeitet. Aber eines kann ich sagen: Ein guter Song klingt gut, egal wie man ihn interpretiert.“ Ein Stück durfte die Sängerin selbst produzieren. „Das war eine wichtige Erfahrung. Ich würde das gerne öfter machen.“ Ihr Selbstbewusstsein steigerten aber auch Kollaborationen mit Kollegen wie Linda Perry und Lilly Allen. „Ich habe sehr viel von ihnen gelernt - auch, was ich mag und was nicht. Beim nächsten Album werde ich mich sicherer fühlen, das Lenkrad häufiger selbst zu übernehmen.“
Über die Vorgangsweise bei den Kooperationen erzählte Cilmi: „Manchmal ging ich mit einer Idee in die Zusammenarbeit. Oder wir haben wirklich gemeinsam im Studio ganz von null angefangen. Austin Dallas etwa hat mich gefragt, welche Art von Song ich gerne schreiben würde. Da wir in Atlanta waren, schlug ich einen Country-Hip-Hop-Track vor. Also setzte er sich hin, spielte seine Gitarre und ich jodelte darüber.“
Gabriella Cilmi wollte ihrem Instinkt folgen, sich nicht auf die Meinung der „Experten“ in den Marketingabteilungen verlassen. „Bei der ersten Platte hat es niemanden gekümmert, was mit mir passiert. Entweder es funktioniert halt oder nicht. Bei der zweiten Platte haben aber so viele Leute eine Meinung, wie diese klingen sollte. Ich habe gelernt, stark zu sein, meine eigenen Entscheidungen zu treffen.“
Früh hat die Australierin im Musikgeschäft Fuß gefasst und internationale Erfolge verbucht. Eine Frohnatur sei sie geblieben: „Ich nehme jeden Tag wie er kommt. Ich versuche nicht, die ganze Zeit perfekt zu sein. Weil ich das auch nicht bin.“ (APA)















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