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„Die Blechtrommel“ erstmals auf deutscher Bühne
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Armin Petras, Intendant des Maxim Gorki Theaters, erarbeitete die Theaterfassung des Romans. Foto: dpa/Brandt
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Bochum - Am Mittwoch Abend hebt sich in der Bochumer Jahrhunderthalle der Vorhang für die Bühnenfassung des berühmten Romans von Günter Grass „Die Blechtrommel“. Die Ruhrtriennale arbeitet mit dem Maxim Gorki Theater aus Berlin zusammen, dessen Intendant Armin Petras die Fassung erarbeitet hat. In Berlin wird das von Jan Bosse inszenierte Stück ab 26. September aufgeführt. Literatur-Nobelpreisträger Grass werde nicht zur Bochumer Aufführung kommen, weil er im Ausland weile, hieß es am Dienstag.
Mehrere Schauspieler spielen Oskar Matzerath
Dem Vernehmen nach soll in der Bochumer Aufführung der kleinwüchsige Sonderling Oskar Matzerath, der auf seiner Trommel kritische Kommentare zur verlogenen Kleinbürgerwelt wirbelt, nicht von einem, sondern von mehreren Schauspielern verkörpert werden.
Die „Blechtrommel“ wurde bereits 2007 in Grass‘ Geburtsstadt Danzig als Theaterfassung innerhalb einer Trilogie aufgeführt. So gab es aus Polen Proteste gegen die Darstellung, die deutsche „Blechtrommel“- Adaption sei eine Weltpremiere.
Das Danziger Teatr Wybrzeze hatte nach eigenen Angaben die „Blechtrommel“ am 6. Oktober 2007 uraufgeführt. Grass, der damals seine Heimatstadt zu seinem 80. Geburtstag besuchte, nahm an der Premiere teil.
Als die „Blechtrommel“ 1959 erschien, polarisierte der Roman die Literaturwelt. Wie sein Kollege Heinrich Böll wollte Grass zeigen, dass eine wirkliche Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit nicht stattgefunden habe. (APA/dpa)
aktualisiert: Do, 03.03.2011 16:49




