International
Ägypten protestiert wegen rassistischer Unruhen in Süditalien
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Ägypten hat Rom zum Schutz der arabischen und muslimischen Minderheiten aufgefordert.Foto: AP
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Rom (APA) - Das ägyptische Außenministerium hat in Rom wegen der Unruhen zwischen Migranten und Bewohnern in der süditalienischen Kleinstadt Rosarno protestiert, bei denen vergangene Woche 67 Personen verletzt worden sind. Das Außenministerium verurteilte die Gewalt und die „aggressive Kampagne“ gegen die Migranten und rief die italienische Regierung zu Maßnahmen zum Schutz der „arabischen und muslimischen Minderheiten“ auf.
Das Thema der Unruhen in Rosarno will der ägyptische Außenminister Ahmed Abul Gheit bei einem für 16. Jänner geplanten Treffen mit seinem italienischen Amtskollegen Franco Frattini ansprechen. Ägypten verurteilte die gewalttätige Kampagne seitens der Bewohner Rosarnos gegen Migranten. Ähnliche Vorfälle seien auch in anderen italienischen Städten vorgekommen.
Menschenrechtsorganisationen hätten kürzlich vermehrt rassistische Vorfälle gegen Migranten in Italien registriert, kritisierte das ägyptische Außenministerium. Im Text wurde an die internationale Gemeinschaft für ein verstärktes Engagement gegen „religiöse und rassistische Diskriminierung“ gegen Ausländer appelliert.
In Rosarno waren nach Schüssen auf Migranten am Donnerstagabend mehrere hundert ausländische Erntearbeiter randalierend durch die Straßen gezogen und hatten gegen unmenschliche Lebensbedingungen protestiert. In der Folge begannen die Behörden am Sonntag gewaltsam, die Notlager der mehrheitlich illegalen Einwanderer abzureißen. Innenminister Roberto Maroni lobte das Vorgehen der Behörden als „beispielhaft“. Schuld für die Unruhen seien Jahre „falscher Toleranz“ gewesen. Die Opposition warf der Regierung hingegen vor, Fremdenhass zu schüren.
aktualisiert: Di, 12.01.2010 17:07




