Innsbruck
Einigung über 3 Uni-Millionen
Innsbruck – Genau rechtzeitig für die heutige Universitätsvertretungssitzung kann die Spitze der Innsbrucker Hochschülerschaft eine Einigung mit dem Rektorat vorweisen. Bekanntlich sorgte die neue Unipress-Ausgabe für Missstimmung. Darin hatte ÖH-Chef Florian Ritter (AG) die Ex-Besetzer und den Rektor vehement kritisiert.
„Anfangs war natürlich die Unipress Thema. Wir konnten aber unseren Standpunkt klarmachen und sind letztlich mit dem Rektor bezüglich der drei Millionen übereingekommen“, erklärt Ritter. Dabei geht es um den Innsbrucker Anteil von 3,015 Mio. Euro an der Ministerreserve. Mit dem Geld solle die Lehrsituation schnell und spürbar verbessert werden.
„Ein Drittel des Geldes wird direkt in Lehrveranstaltungen fließen, um für die nächsten drei Jahre den ordentlichen Lehrbetrieb zu garantieren“, erklärt die stv. Vorsitzende Iris Streibl. Ritter verweist noch auf Investitionen in die Infrastruktur der Geiwi: „Hier geht es um die Ausstattung der Räume.“ Außerdem soll ein neuer Raum für Studierende geschaffen werden. Nachdem sich Rektorat und Studierende über die Nutzung einig seien, zeigt sich Ritter sicher, dass der Antrag im Ministerium durchgeht.
In der Zwischenzeit hat er aber andere Probleme. So schlossen sich nun in einer Schnellschussaktion zehn Vorsitzende von Studienrichtungsvertretungen, insgesamt 18 Vertreter zusammen, um die ÖH-Spitze zu einem Kurswechsel aufzufordern.
Die Vertreter distanzierten sich in erster Linie von den „destruktiven Aussagen und Darlegungen in Bezug auf das Rektorat und die Protestbewegung“. Polemische und diskriminierende Auslegungen seien der falsche Weg. „Derartige Rundumschläge führen zu unnötigen Fronten, derer es im Sinne der gemeinsamen Ziele nicht braucht und die es nicht weiter geben darf. Wir wünschen uns eine konstruktive Zusammenarbeit mit der UniBrennt!-Bewegung und dem Rektorat.“ Initiator Lukas Hacksteiner erklärt: „Wir haben jetzt die Chance zur gemeinsamen Verbesserung der Studienbedingungen. Es wäre verdammt schade, wenn man diese Chance verstreichen lässt.“ Eine emotionale Diskussion erwartet sich somit heute die SP-nahe VSStÖ-Chefin Jessica Müller.
Ritter zeigt sich gelassen: „Jeder, der etwas beitragen will, ist herzlich eingeladen. Klarerweise sind wir bereit, mit allen zusammenzuarbeiten.“ (mir)




