Osttirol
Leitung soll unter die Erde
Lienz – Von Lienz führt durch das Iseltal über den Felbertauern eine 380-KV-Stromleitung des Verbundes nach Kaprun. „Das ist eine Störung des Landschaftsbildes und eine gesundheitliche Belastung für die Bewohner“, erklärte Sepp Brugger, Sprecher der Osttiroler Grünen gestern. Entschädigungen, beispielsweise wie bei einem Talschaftsvertrag, gebe es keine, behauptete Brugger. „Außerdem fordere ich, dass die 380-KV-Leitung endlich unter die Erde verlegt wird. Das ist inzwischen Standard und es wäre auch ein enormer touristischer Vorteil.“
Aufmerksam machte Brugger auf dieses Thema, da die ÖVP – mit Matreis Bürgermeister Andreas Köll – einen Antrag im Landtag einbrachte, in dem die Partei eine finanzielle Entschädigung für die Anrainergemeinden der Transalpinen Ölleitung (TAL) forderte.
Die Grünen stellen aber im nächsten Ausschuss des Landtags, noch vor den Gemeinderatswahlen, das Ansuchen, den Antrag der ÖVP abzuändern. „Bei der TAL-Pipeline gibt es bereits eine Vereinbarung für die Osttiroler Gemeinden, nicht aber bei der 380-KV-Leitung. Auch hier soll es eine Entschädigung geben“, hielt Brugger fest. Er habe den Verdacht, dass der Antrag der ÖVP nach den Wahlen wieder in einer Schublade verschwinde und eine „Alibi-Aktion“ sei. (saku)




