Sportmix
Erst auf der Laufstrecke bezwungen
Ergebnisse:
Herren, Einzel: 1. Michael Weiss (AUT), 3:57,15 Stunden; 2. Massimo Cigana (ITA) +2,20 Minuten; 3. Alessandro Degasperi (ITA) +7,37; 4. Michael Göhner (GER) +8,20; 5. Jarmo Hast (FIN) +9,31. Damen, Einzel: 1. Yvonne van Vlerken (NED) 4:25;08 Stunden; 2. Eva Dollinger (AUT) +4,41; 3. Edith Niederfriniger (ITA) +13,49; 4. Susanna Sorensen (DEN) +14,31; 5. Kujala Wenke (GER) +17,33
Von Tobias Waidhofer
Walchsee – Die Wetterbedingungen für die Starter bei der Walchsee-Triathlon-Challenge hätten ohne Zweifel besser sein können. Die Wassertemperatur im Walchsee betrug kühle 15,8 Grad und auch beim Radeln war es mit zwölf Grad eher herbstlich. Trotzdem ließen sich 1200 Starter das Rennen nicht entgehen und warfen sich um Punkt 7.30 Uhr in die kühlen Fluten.
Lange hatte es bei der Premiere des Halbdistanz-Triathlons dann nach einem Tiroler Sieg ausgesehen. Lokalmatadorin Eva Dollinger schien nach einer hervorragenden Schwimmleistung ihrer Favoritenolle gerecht zu werden. Auch nach 90 Kilometern auf dem Rad konnte sie, trotz ausgefallenem Wattsystem, ihre stärkste Konkurrentin Yvonne van Vlerken noch in Schach halten. Doch auf der abschließenden Laufstrecke musste sie die Holländerin schon in der ersten von vier Runden ziehen lassen. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen. Ich war vom harten Training zuletzt etwas müde und bin froh, dass ich meine gute Form abrufen konnte“, meinte Dollinger. Für die 32-Jährige war das Heimrennen am Walchsee ein ganz besonderes Erlebnis. „Was gibt es Schöneres, als zu Hause vor Familie und Freunden anzutreten. In den letzten Laufrunden konnte ich die großartige Stimmung noch einmal richtig genießen“, freute sich die gebürtige Wörglerin. Für die es jetzt Schlag auf Schlag geht. Zur Vorbereitung auf den Ironman in Hawaii (9. Oktober) reist Dollinger diese Woche in ein vierwöchiges Trainingslager nach San Diego. „Ein Top-Ten-Platz wäre ein Traum“, formulierte Dollinger auch gleich ihr Ziel für den Kultbewerb und offizielle Weltmeisterschaft der Triathlon-Langdistanz.
Bei den Herren feierte der gebürtige Niederösterreicher Michael Weiss einen souveränen Sieg. Hinter Weiss gingen die Plätze an die Italiener Massimo Cigana und Alessandro Degasperi. Eine kleine Sensation lieferte der 21-jährige Deutsche Andreas Dreitz. Der Amateursportler aus Michelau in Oberfanken hielt sich unter den Profis lange auf dem zweiten Platz. Erst am Ende des Rennens fiel Dreitz auf den zehnten Platz zurück. Landsmann Michael Göhner wurde Vierter.




