Eurozone
Teuerung im August eingebremst - Arbeitslosenrate bei 10 Prozent
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Neben Österreich verzeichneten nur Malta und Deutschland über ein Jahr betrachtet einen Rückgang ihrer Arbeitslosenquote. Foto: Keystone
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Luxemburg/Brüssel - Die Teuerung in der Eurozone ist im August leicht zurückgegangen. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte, lag die jährliche Inflationsrate des Euroraums in diesem Monat bei 1,6 Prozent gegenüber 1,7 Prozent im Juli.
Preisstabilität ist nach den Regeln der Europäischen Zentralbank bis zu einer Rate von 2,0 Prozent gewährt. Seit Jahresbeginn hat sich die Inflation in der Eurozone erhöht, nur im Juni erfolgte bisher eine Abschwächung.
Wenig Preisauftrieb in Eurozone
Da die Preise in der Eurozone im August langsamer gestiegen sind als im Vormonat, gehen Fachleute weiter davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im Kampf gegen die Inflation vorerst nicht an der Zinsschraube drehen muss. „Der schwache Preisauftrieb gibt der EZB Spielraum, die Zinsen bis auf weiteres unverändert zu lassen“, sagte Christoph Weil von der Commerzbank. Der Schlüsselzins liegt auf dem Rekordtief von einem Prozent. Preisstabilität sieht die EZB mittelfristig bei Teuerungsraten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet.
Auch Martin van Vliet von Global Economics geht davon aus, dass der Preisdruck für die 16 Euroländer mittelfristig gedämpft bleibt. Deshalb gebe es wenig Anlass für die EZB, ihre geldpolitischen Zügel anzuziehen. „Wir erwarten, dass EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bei seiner Pressekonferenz am Donnerstag leise Töne anschlägt.“
Österreich mit niedrigster Arbeitslosenquote
Die Arbeitslosenrate in der Eurozone ist im Juli unverändert gegenüber Juni bei 10,0 Prozent geblieben. Österreich verzeichnete mit 3,8 Prozent weiterhin die niedrigste Quote in der gesamten EU. EU-weit blieb die Arbeitslosenrate im Juli unverändert gegenüber dem Vormonat bei 9,6 Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte.
In Österreich ging die Quote um 0,1 Punkte gegenüber Juni zurück, im Jahresvergleich sogar von 5,1 Prozent auf 3,8 Prozent. Hinter Österreich verzeichneten die Niederlande mit 4,4 Prozent die zweitniedrigste Arbeitslosenquote in der EU. Die höchsten Raten meldeten Spanien (20,3 Prozent), Lettland (20,1 Prozent) und Estland (18,6 Prozent).
Nach Schätzung von Eurostat sind derzeit in der Europäischen Union rund 23 Millionen Menschen arbeitslos, davon 15,8 Millionen in den 16 Ländern der Eurozone. Gegenüber Juni habe die Zahl der arbeitslosen Personen in der EU um 45.000 und im Euroraum um 8.000 abgenommen, teilten die EU-Statistiker mit Gegenüber Juli 2009 stieg die Zahl der Arbeitslosen in der EU 1,1 Millionen und in der Eurozone um 668.000.
Die Jugendarbeitslosigkeit lag im Juli EU-weit bei 20,2 Prozent, in der Eurozone bei 19,6 Prozent. Die niedrigste Quote unter Jugendlichen unter 25 Jahre verzeichneten die Niederlande (8,1 Prozent), die höchste Spanien (41,5 Prozent). In Österreich betrug sie 9,1 Prozent. (APA/Reuters/apn)
aktualisiert: Do, 17.02.2011 09:58





