Österreich
Wirtschaftsminister Mitterlehner: „EU-Krisenmanagement war gut“
Wien – Das EU-Krisenmanagement hat nach Ansicht von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) gut funktioniert, man habe nach den Keynes-Prinzipien die Nachfrage gestützt – aber für den Fall eines weiteren Wirtschaftseinbruchs gebe es bei den Krisenmaßnahmen „nicht mehr viel Eskalationsspielraum“, warnte Mitterlehner Dienstagabend bei einer Podiumsdiskussion des Wirtschaftsprüfers KPMG in Wien.
Die Wirtschaftskrise sei nicht alleine von den Finanzdienstleistern ausgelöst worden, sondern habe auch einen realwirtschaftlichen Hintergrund – so sei von der Industrie zum Teil an der Nachfrage vorbei produziert worden.
Ursachenbekämpfung „langsam“
Wenn es nun darum gehe, die Ursachen der Krise zu bekämpfen, „sind wir in Europa relativ langsam unterwegs“, langsamer als die USA, sagte Mitterlehner.
Beim Wirtschaftswachstum gebe es Disparitäten zwischen der EU und den Schwellenländern, die auch in der Krise gewachsen seien. „Die Gewichte haben sich verschoben und werden sich noch weiter verschieben.“
Gegenüber dem neuen ÖBB-Chef Christian Kern outete sich Mitterlehner als regelmäßiger Bahnfahrer und wollte in die zuletzt verstärkte ÖBB-Kritik seitens seiner Partei nicht einstimmen – er könne aber auch anderen diesbezüglich keine Ratschläge erteilen, sagte der Minister. (APA)
aktualisiert: Do, 03.03.2011 16:50





