Innsbruck
Italo-Fastfood erobert Tirol
Von Max Strozzi
Innsbruck – Der weltweite Wachstumskurs der Schnellrestaurant-kette Vapiano erreicht auch Tirol. Am 24. September öffnen die Systemgastronomen mit Hauptsitz im deutschen Bonn am Gelände des Innsbrucker Einkaufszentrums dez den ersten Standort in Tirol. Das Unternehmen hat sich auf die schnelle, frisch zubereitete italienische Pastaküche samt Pizza, Salaten, Antipasti und „Dolci“ (Nachspeise) in einem Selbstbedienungskonzept spezialisiert. Das Restaurant mit mediterraner Küche wird im Franchisesystem betrieben, Franchisenehmer ist der 31-jährige Zirler Stefan Lindenberger. „Der Gast sieht bei der Zubereitung der Speisen zu und kann seine Wünsche gleich dem Koch mitteilen“, schildert der Jurist und Unternehmensberater das Konzept der offenen Küche. Die benötigten elf Nudelsorten werden direkt im Restaurant hergestellt. Bezahlt wird mit Hilfe einer Chipkarte. „Es gibt kein Essen, das mehr als 9,50 Euro kostet“, verspricht Lindenberger.
Knapp 1,5 Mio. Euro investiert Vapiano in das Restaurant in Innsbruck, das auf 750 Quadratmetern Fläche 250 Sitzplätze fasst. Rund 50 Jobs werden laut Lindenberger entstehen, je zur Hälfte Vollzeit- und Teilzeitjobs. Über die angepeilten Umsatzziele will sich der Tiroler noch nicht äußern, vergleichbare Standorte sollen aber einen Jahresumsatz von rund drei Mio. Euro erwirtschaften. Neben Innsbruck will Vapiano auch in Graz, Salzburg und Linz Fuß fassen. Und in Wien sollen zu den bestehenden drei Restaurants drei weitere entstehen.
Die Restaurantkette wurde 2002 gegründet. Heute ist Vapiano eine Europäische Aktiengesellschaft im Besitz von fünf deutschen Privatinvestoren. Der Expansionskurs schlägt sich mit Standorten in 19 Ländern nieder. Weltweit werden 77 Restaurants betrieben: teils von Vapiano selbst, teils im Joint Venture, teils im Franchisesystem. Alleine die 38 Restaurants in Deutschland erwirtschafteten im Vorjahr 95 Mio. Euro.





