Innsbruck
„Alpentöne“ als Mekka für Volksmusik aus den Alpen
Von Markus Hauser
Obergurgl – Als Gerhard Prantl von „pro vita alpin“ vor 20 Jahren die Idee hatte, in Obergurgl unter dem Motto „Alpentöne“ ein Forum für Volksmusik einzurichten, konnte er wohl kaum ahnen, dass sich daraus ein wahres Mekka für alte, selten gehörte und neue, etwas andere Klänge aus den Alpen entwickeln sollte.
Unterstützt von Gerlinde Haid von der Musikhochschule Wien, die wahre musikalische Raritäten aus dem gesamten Alpenraum nach Obergurgl brachte, galt und gilt es in Obergurgel immer wieder, (neue) traditionelle wie ungewohnt schräge Klänge zu entdecken. So auch die Jubiläumsveranstaltung zum Wochenende. Mit dem Südtiroler Herbert Pixner durfte man einen der begnadetsten Volksmusikanten erleben. Virtuose auf mehreren Instrumenten, nimmt er hellhörig und mit tiefstem Herzen empfunden, Klänge und Harmonien aus dem gesamten europäischen Raum und des Jazz in sich auf, verquickt diese mit traditioneller Tiroler Volksmusik zu ergreifenden wie mitreißenden Werken. Mit Katrin Aschaber (Harfe) und Werner Unterlecher (Bass) war das „Herbert Pixner Trio“ schlicht ein geniales. Aber auch „Opas Diandl“ aus Südtirol und die Ötztaler „TyRoll“ hatten musikalisch allerhand zu sagen. Da trafen herzhafter Humor und Harmonie, höchste musikalische Ansprüche und eine kritische Sicht auf die Tiroler Dinge aufeinander. Die Tiroler „Bichl Musi“, „die.hammerling“ aus Bayern sowie die Schweizer „Doppelbock“ gaben gestern den Ton an. Der Sonntag steht ab 13 Uhr im Zeichen des Jochfestes am Timmelsjoch.






