06.09.2010, 15:58  Aktualisiert: 03.03.2011, 16:49 

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Flugzeugabsturz: Nora Frey nur knapp Katastrophe entronnen

Die ehemalige Ö3-Moderatorin stürzte in Spanien mit einem Ultraleichtflugzeug ab. Kurz vor der Explosion rettete sie der Pilot der Maschine.
Nur knapp entkam Nora Frey bei einem Flugzeugabsturz in Spanien dem Tod. Inzwischen liegt sie in Wien im Krankenhaus. Archivfoto: APA/ORF/Andreas Friess

Wien – Die frühere Ö3-Moderatorin Nora Frey ist am Montag vergangener Woche bei einem Flugzeugabsturz in Spanien nur knapp dem Tod entkommen. In letzter Sekunde wurde sie vom Piloten, mit dem sie in einem Ultraleichtflugzeug zu einem Rundflug über Südspanien unterwegs war, aus dem zertrümmerten Wrack gezogen. „Zwei Meter hinter uns explodierte das Flugzeug“, schilderte Nora Frey im APA-Gespräch.

„Es passierte während einem Ferienflug.“ Nach einem Tauchunfall wollte sich die Ex-Radiostimme in Spanien erholen. Von einem bekannten Piloten wurde sie zu dem Rundflug eingeladen. „20 bis 30 Kilometer vom Hangar entfernt, hat dann der Motor der Maschine überhitzt“, schilderte Nora Frey. „Dann ging‘s bergab.“ Wenige Meter über einem Stoppelfeld zog der Pilot den Flieger noch einmal hoch, der starke Wind erfasste aber das Flugzeug und warf es nach rechts. „Wir sind wie ein Stein hinuntergeplumpst“, sagte die Verletzte.

Angeschnallt mit einem Hosenträgergurt lag Nora Frey mit zerfetztem Ellbogen neben dem Piloten, der sich nicht mehr bewegte. „Unter meinem Gesicht bemerkte ich gelbe Flüssigkeit“, Benzin war ausgeronnen, direkt neben ihr begann es am Boden zu brennen. „Ich dachte, jetzt verbrennst du bei lebendigem Leibe“, schilderte die ehemalige Radiostimme die bangen Momente.

Ein unglaublicher Energieschub habe sie dann übermannt, „ich hab geschrien wie am Spieß“. Dadurch sei der Pilot wach geworden. Er befreite sich aus dem Flugzeug. Nora Frey konnte ihren Gurt noch selber öffnen, ihr Bekannter zerrte sie daraufhin aus dem Flieger. Wenige Sekunden später explodierte die Maschine hinter den beiden Verletzten. „Meine Haare sind rechts versengt“, erzählte Nora Frey.

Mit verletzten Rippen, zahlreichen Prellungen und Brüchen, schleppte sie sich weiter, um Hilfe zu holen. „Meine Unterarmknochen sind kreuz und quer gestanden, der Ellbogen war zermatscht.“ Aus dem spanischen Krankenhaus, in das sie gebracht wurde, ging Nora Frey aus freien Stücken und organisierte sich einen Rückflug nach Österreich. Nach 24 Stunden auf den Beinen erreichte sie schließlich die Heimat. Seit Mittwoch vergangener Woche liegt Nora Frey im Wiener AKH. Wie durch ein Wunder erlitt sie keine inneren Verletzungen. „Ich wurde vier Stunden lang operiert, ich hätte ein Aschehäufchen sein können“, sagte sie. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mo, 06.09.2010  15:58
aktualisiert: Do, 03.03.2011  16:49
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