25.06.2010, 13:06  Aktualisiert: 15.02.2011, 14:48 

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Malaysia sucht in Castingshow den Super-Imam

In der malaiischen TV-Show „Imam Muda“ wird der beste Glaubensführer gesucht. Um ihr geistliches Können unter Beweis zu stellen müssen die zehn Kandidaten sogar Leichen waschen.
Zehn Kandidaten kämpfen um den Titel des „Imam muda“. Foto: Screenshot/Youtube
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Kuala Lumpur – „Imam Muda“ (zu deutsch „Junger Imam“) heißt die in malaiischen Fernsehen gestartete Castingshow, in der der beste muslimische Religionsführer gesucht wird. Um den Titel kämpfen zehn Männer zwischen 19 und 27 Jahren. Dem Gewinner winkt neben einem Preisgeld von 4000 Euro, ein Stipendium für ein Islamstudium an der Universität Medina in Saudi-Arabien und danach ein Job als Vorbeter an einer Moschee in Kuala Lumpur.

Die Kandidaten müssen logischerweise weder mit Aussehen noch Gesangstalent punkten, sondern Aufgaben bewältigen, die teilweise die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten. In der ersten Episode wies man den jungen Männern drei Leichname zu, die seit einem Monat anonym im Leichenschauhaus gelegen hatte. Die Kandidaten mussten die Toten waschen und begraben.

Jede Woche gibt es neue Aufgaben und jede Woche scheidet einer der Teilnehmer aus. Freitags müssen jeweils zwei von ihnen eine Predigt in einer der großen Moscheen des Landes halten – obwohl keiner von ihnen Berufserfahrung, noch einen religiösen Hintergrund hat. Ein Kandidat ist im wahren Leben Bauer, ein anderer Bankangestellter.

Für drei Monate leben die Männer in einem Haus zusammen. Dort sollen sie zeigen, dass sie in jedem Bereich des Alltags die Fähigkeit des Führens beherrschen. (red.)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Fr, 25.06.2010  13:06
aktualisiert: Di, 15.02.2011  14:48
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