Leserbrief
Dauerhafte Friedenssicherung liegt nicht in den Händen der Europäischen Union
Thema: EU und der Friede.
Im Jugoslawien-Krieg bewies die EU ihre Unfähigkeit zur Friedenssicherung. Sie konnte den Krieg weder verhindern noch beenden. Die NATO setzte dem Konflikt ein Ende.
Die Annahme, dass sich heutige EU-Staaten ohne Gründung der Union bekriegt hätten, ist absurd. Denn primär hat die NATO über Dekaden für Sicherheit gesorgt. Auch OSZE, Neutrale, UNO u. a. haben zu Frieden und Sicherheit beigetragen. Ist es etwa nicht das Verdienst von UNO und NATO, dass Griechen heute nicht gegen Türken kämpfen? Von Deutschland wäre auch ohne EU schon deshalb keine erneute Kriegsgefahr ausgegangen, da es de facto „militärisches Protektorat der USA“ (Zitat E. Bahr) ist. Der Friedensgedanke mag noch 1952 ein Motiv der Integration gewesen sein, zurzeit jedoch eignen sich EU und Eurozone eher dazu, Unfrieden zu stiften.
Das EU-Recht erleichtert Unternehmensabwanderungen in Billiglohnländer, was viele Menschen durch Jobverlust erfahren (haben). Vor allem sozial Schwachen werden Sparpakete aufoktroyiert, gleichzeitig aber zig Milliarden zur Erhaltung des Euro erübrigt. Folglich verarmen immer mehr Menschen in unseren Breiten. Dies nebst häufiger Veruntreuung von EU-Fördergeldern.
Ausufernde Schulden und kaum realisierbare Sparpläne Griechenlands, Spaniens u. a. machen den Euro zum Risiko. Gebenden Ländern, die sich wegen der Misswirtschaft dieser Nehmerländer noch mehr verschulden, wird für Megafinanzhilfen irgendwann die Luft ausgehen und sie könnten mit in den Abgrund stürzen.
These: Die Friedenssicherung bedarf nicht der EU. Ein Fortbestehen des Euro könnte sogar existentielle Notlagen und somit gefährliche Konflikte in Europa bewirken. Schweiz und Norwegen exerzieren friedliche Koexistenz und Wohlstand vor, ohne EU bzw. Euro. Friedfertige Dänen und Schweden zahlen mit Kronen. Wer EU und Euro als Friedensgaranten anbetet, beachte die Geschichte. Eine Union von Demokratien mit gemeinsamer Währung erlebte 1861 bis 1865 einen sehr blutigen Krieg: den amerikanischen Bürgerkrieg.
Mag. Harald G. Müller 6020 Innsbruck
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Publiziert am:
Di, 13.07.2010




