30.07.2010, 12:23  Aktualisiert: 16.02.2011, 10:25 

International

Westerwelle beklagt Verfolgung Homosexueller im Ausland

Der deutsche Außenminister, der sich offen zu seiner Homsexualität bekennt, beklagte, dass in sieben Länder nach wie vor die Todesstrafe auf gleichgeschlechtliche Liebe steht.
Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (links) mit seinem Lebensgefährten Michael Mronz. Foto: epa

Berlin – Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle beklagt eine anhaltende Diskriminierung von Homosexuellen in manchen Staaten. „Wir haben etwa noch sieben Länder auf der Welt, wo Männer oder Frauen, die gleichgeschlechtlich orientiert sind, um ihr Leben fürchten müssen, weil sie mit der Todesstrafe bedroht sind“, sagte Westerwelle am Freitag dem Südwestrundfunk (SWR). „Und wir haben etwa 70 Länder in der Welt, da werden auch Homosexuelle (...) verfolgt.“

Es gebe zwar auch in Deutschland noch etwas zu tun gegen Diskriminierung, sagte Westerwelle. „Aber ich denke, wenn wir uns in der Welt umschauen, dann sind wir doch ein enorm tolerantes Land. Wir haben eine Gesellschaft, die wie selbstverständlich damit umgeht, dass auch Minderheiten fair behandelt werden. Und dass zum Beispiel auch Homosexuelle in der Politik herausragende Positionen einnehmen können.“

Westerwelle, der sich offen zu seiner Homsexualität bekennt, eröffnet am Samstag als Schirmherr die „Gay Games“ in Köln mit rund 10.000 Athleten aus 70 Nationen. (APA/dpa)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Fr, 30.07.2010  12:23
aktualisiert: Mi, 16.02.2011  10:25
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