Bundesliga
Tirols Fußballwelt trauert: Theo Grüner tot
Imst – In der Nacht auf Montag wurde Grüner in die Uniklinik nach Innsbruck gebracht. Mit gerade mal 33 Jahren starb Theo Grüner Dienstagnachmittag an den Folgen einer Krebserkrankung.
„Tief betroffen muss der FC Wacker Innsbruck das Ableben seines ehemaligen Sportdirektors und Spielers Theo Grüner zur Kenntnis nehmen. Nach langem Kampf hat seine Krankheit über den starken Lebenswillen Theo Grüners gesiegt. Sein Engagement und sein verantwortungsvolles Wirken werden immer ein Vorbild für den FC Wacker Innsbruck sein“, heißt es auf der Webseite von Wacker.
Theo Grüner wurde am 24. Oktober 1976 in Längenfeld geboren. Beim SC Imst machte der Oberländer erste Gehversuche im Fußballsport. Mit fünfzehn Jahren wechselte das Talent ins Bundesnachwuchszentrum nach Innsbruck. Sein Bundesligadebüt feierte er mit gerade mal achtzehn Jahren beim damaligen FC Tirol.
2002 „Bester Spieler“ der zweiten Liga
Im Sommer 1997 wechselte der Mittelfeldspieler ablösefrei in die Bundeshauptstadt zum SK Rapid Wien. Im Dress des Rekordmeisters lief es für den Imster nicht ganz nach Wunsch. Grüner kam nur bei acht Spielen zum Einsatz und blieb ohne Torerfolg. Ab Jänner 1998 schlug der Defensiv-Allrounder seine Zelte für ein halbes Jahr bei Admira Mödling auf, bevor es den Oberländer im Sommer wieder zurück in den Westen zog.
Mit Austria Lustenau spielte Grüner teils in der ersten, teils in der zweiten Liga. Ein persönliches Highlight aus diesem Engagement ist sicherlich die Auszeichnung mit dem „Bruno“ im Jahr 2002, dem Preis des besten Spielers der zweiten Liga.
2003 entschied sich der Imster die Austria aus Lustenau zu verlassen und wieder zurück nach Innsbruck zu gehen. Der FC Wacker spielte damals als SPG Wattens/ Wacker in der Regionalliga West. Grüner war Teil der Mannschaft, die den Durchmarsch in die Bundesliga realisierte. Der Mittelfeldspieler zählte auch in der Bundesliga, teilweise sogar als Kapitän, zu den Stützen der Kampfmannschaft.
Grüner gab den Glauben an eine Heilung nicht auf
Insgesamt 90 Bundesligaeinsätze absolvierte Grüner bei seinem zweiten Wackerengagement. Fünf Mal lies er sich als Torschütze der Schwarz-Grünen feiern, der letzte Torerfolg gelang am neunten Spieltag der Saison 2005/06 beim 4:2 Heimerfolg gegen den SV Mattersburg. Zum letzten Mal streifte sich Theo Grüner beim Remis gegen Austria Kärnten Anfang August 2007 in der Abstiegssaison das Dress des FC Wacker Innsbruck über.
Im August 2007 wurde bekannt, dass Theo Grüner an einem Nierentumor mit Lymphknotenmetastasen erkrankt war und sofort operiert werden musste.
Im Oktober 2008 kehrte Grüner als Sportdirektor beim FC Wacker Innsbruck auf die Fußballbühne zurück. Der 33-Jährige bekleidete diesen Posten bis März 2010.
Stets an seine vollständige Genesung glaubend, kämpfte Grüner bis zum Schluss gegen den Krebs an. Mit der aufopfernden Unterstützung seiner Familie rund um Ehefrau Mimi schaffte er immer wieder kleine Siege gegen die Krankheit. In der Nacht auf Montag wurde sein Zustand aber so schlecht, dass er in die Uniklinik nach Innsbruck eingeliefert werden musste. Einen Tag später starb der Tiroler Fußballer Theo Grüner in Innsbruck. (mich)
aktualisiert: Do, 17.02.2011 09:49



