Schwaz
Lawinenabgang im Achental - Suchaktion abgebrochen
Achenkirch – Eine großangelegte Suchaktion nach möglichen Verschütteten nach einem Lawinenabgang am Donnerstag in Achenkirch im Tiroler Bezirk Schwaz ist erfolglos abgebrochen worden. Laut Bergrettung dürfte eine Tourengehergruppe von drei Personen ein Schneebrett losgetreten haben. Den Spuren zufolge wurde vermutlich einer der Wintersportler verschüttet und anschließend von seinen Begleitern ausgegraben.
„Weil die Tourengeher den Vorfall nicht gemeldet haben, standen rund 50 Bergretter, zwei Hubschrauber und Lawinensuchhunde mehrere Stunden im Einsatz“, kritisierte der Obmann der Bergrettung Achenkirch, Emanuel Angerer, gegenüber der APA. Außerdem seien die Bedingungen für die Einsatzkräfte aufgrund der „heiklen Lawinensituation“ nicht ungefährlich gewesen. „Rund herum sind ebenfalls einige Schneebretter abgegangen“, schilderte der Bergretter.
Der Lawinenabgang hatte sich gegen 11.30 Uhr im freien Skiraum im Achenseegebiet auf einer Höhe von rund 1.700 Metern ereignet. Weil im Bereich des Lawinenkegels ein Paar Ski gefunden worden war, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine Person unter den Schneemassen befand. Mit Lawinensuchhunden und -suchgeräten wurden die Schneemassen mehrere Stunden von den Einsatzkräften abgesucht.
In weiten Teilen Tirols hatte am Donnerstag „allgemein erhebliche Lawinengefahr“ geherrscht. Wer derzeit außerhalb des gesicherten Geländes unterwegs sei, sollte unbedingt über sehr gutes lawinenkundliches Wissen verfügen, warnten die Experten. Am Nachmittag seien wegen der zu erwartenden Sonneneinstrahlung aus extrem steilem, windgeschützten Gelände auch spontane Lawinenabgänge möglich, hieß es. (APA)
aktualisiert: Sa, 06.02.2010 08:17



