International

9.2.2010

Russland sieht in NATO eine „ernsthafte Bedrohung“

Der frühere Chef des russischen Inlandsgeheimdiensts warf dem Bündnis vor, Georgien weiter aufzurüsten.

Georgische Panzer im Gebiet von Tiflis. Russland wirft der NATO vor, mit der Bewaffnung Georgiens im Jahr 2008 den späteren Angriff in Südossetien und Abchasien vorbereitet zu haben. Foto: EPA

Moskau – Russland sieht in der NATO und ihrer Ausdehnung nach Osteuropa eine „ernsthafte Bedrohung“. Mehrere Nachrichtenagenturen zitierten den Sekretär des russischen Sicherheitsrats, Nikolai Patruschew, am Dienstag mit den Worten: „Wir haben starke Zweifel daran, dass unsere Lage mit der Erweiterung der NATO sicherer sein wird.“

Patruschew warf der NATO vor, mit der Bewaffnung Georgiens 2008 den späteren Angriff gegen die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien vorbereitet zu haben, was zum fünftägigen Krieg mit Russland führte. Es stelle sich die Frage, ob ein erneuter Angriff geplant sei. Russland jedenfalls habe keine Angriffsabsichten.

Die russische Führung hatte vergangene Woche in einer neuen Militärdoktrin die NATO-Osterweiterung bis vor die Grenzen Russlands als eine der größten Bedrohungen für die Sicherheit des Landes bezeichnet. Einen Beitritt Georgiens und der Ukraine zur NATO lehnt Moskau strikt ab. (APA/AFP)

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