Österreich
Mensdorff-Pouilly sieht seine Verhaftung in London als „Bluff“
Der Vorwurf der „Verschwörung zur Korruption“ war seiner Ansicht nach ein „Kunstgriff“ der britischen Behörden.
![]() Alfons Mensdorff-Pouilly weilt mittlerweile wieder in seinem burgenländischen Domizil. Foto: EPA |
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Wien – Alfons Mensdorff-Pouilly sieht seine Inhaftierung in London nachträglich als „Bluff“ der britischen Korruptionsbehörde SFO an. Der Vorwurf der Verabredung zur Korruption sei ein „Kunstgriff“ des Serious Fraud Office gewesen, um bei den Verhandlungen mit dem BAE-Konzern Druck zu machen, sagte er im Interview mit „News“. In Österreich wolle er nun alles daran setzen, seine Unschuld zu beweisen.
Graf sieht sich als „Spielball“
In den Vergleich des Konzerns mit dem SFO sei er in keiner Weise eingebunden, hielt Mensdorff fest. Verhandelt sei aber wohl schon länger worden, und „ich glaube inzwischen, meine Verhaftung in London war ein großer Bluff des SFO. Die hatten gegen die BAE nichts in der Hand und wollten signalisieren: Wir fangen jetzt sogar an, Leute einzusperren“. Er sei so gesehen ein „Spielball“ gewesen, meint der Graf.
Der Vorwurf der „Verschwörung zur Korruption“, so die wörtliche Übersetzung, sei überdies ein „Kunstgriff“ gewesen. „Sie sagten, sie müssen mich jetzt festnehmen, denn wegen dieses Deliktes (das in Österreich kein Strafbestand ist, Anm.) würde man mich nicht ausliefern.“ Dass er selbst durch die Einigung von BAE und Behörden - der britische Rüstungskonzern hat insgesamt Strafzahlungen von insgesamt 280 Millionen Pfund (321 Mio. Euro) akzeptiert - freigekauft wurde, bezeichnet Mensdorff-Pouilly als „Schwachsinn“: „So wertvoll bin ich nicht.“ Und: „Ich war nie so bedeutend für die British Aerospace, dass ich eine Bedrohung sein könnte.“
„Menschenrechte nicht gerade hochgehalten“
Die Haft in London beschreibt Mensdorff, der laut „News“ mittlerweile wieder in seinem burgenländischen Domizil weilt, als „nicht angenehm“. Man habe ihm seine Medikamente abgenommen, passende Unterwäsche habe er nicht erhalten, auch keinen Kamm. Der ihm zur Verfügung gestellte Einwegrasierer sei gebraucht gewesen, er habe daraufhin auf einer Hepatitis-Impfung bestanden. Sein Fazit: „Die Menschenrechte werden in London nicht gerade hochgehalten. Die Untersuchungshaft in Österreich ist, sofern man überhaupt positive Attribute für eine solche Situation finden kann, besser und jedenfalls korrekt.“ (APA)
















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