International
Deutsche Linke fordern Westerwelles Rücktritt
Berlin – Die deutschen Linke hat den deutschen Außenminister Guido Westerwelle wegen seine Mitnahmepraxis bei Auslandsreisen zum Rücktritt aufgefordert. „Wenn Herr Westerwelle die Vorwürfe gegen sich nicht ausräumen kann, dann ist ein Rücktritt notwendig, um Schaden von Deutschland abzuwenden“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion, Gesine Lötzsch, am Montag in Berlin.
Westerwelle habe bisher noch keine sachdienlichen Hinweise geliefert, die ihn entlasten könnten, sagte Lötzsch zu den Vorwürfen, der Außenminister könne Politik und Geschäft nicht trennen.
Westerwelle wies die Kritik an seiner Begleitung bei Auslandsreisen als diffamierend zurück. Er bekräftigte am Montag in Berlin seinen Verdacht, dass hinter den Angriffen der Opposition die Absicht stehe, eine Mehrheit aus SPD, Grünen und Linken im Düsseldorfer Landtag vorzubereiten. Auch verteidigte der FDP-Chef ausdrücklich die Rolle seines Lebensgefährten, des Geschäftsmanns Michael Mronz, der ihn während seiner Südamerikareise begleitet hatte.
Wenn der Außenminister Interessen im Ausland vertrete, müsse es bei der Kritik Grenzen geben, fügte Westerwelle hinzu. Westerwelle verteidigte auch die weitere Auswahl seiner Reisedelegation, bei der ihm vorgeworfen wurde, FDP-freundliche Unternehmer bevorzugt behandelt zu haben. (APA/apn)
aktualisiert: Mo, 23.08.2010 11:10



