International
Atomreaktor im Iran: Clinton kritisiert Moskau
Moskau – Bevor Teheran nicht die friedlichen Absichten seines Atomprogramms nachweise, sei es „verfrüht“, Projekte mit dem Iran voranzutreiben. Das sagte US-Außenministerin Hillary Clinton am Donnerstag in Moskau nach einem Treffen mit ihrem Amtskollegen Sergej Lawrow nach Angaben der Agentur Itar-Tass. Sie reagierte damit auf die Ankündigung des russischen Regierungschefs Wladimir Putin vom selben Tag, Bushehr solle im Sommer ans Netz gehen.
„Wenn der Iran die Welt beruhigt oder sein Verhalten wegen der internationalen Sanktionen ändert, dann kann er die friedliche und zivile Nutzung von Atomenergie verfolgen“, sagte Clinton. Nach Ansicht Lawrows ist der Erfolg von Bushehr jedoch äußerst wichtig, um Teheran zu einer engen Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zu bewegen.
Die Fertigstellung des Reaktors in Bushehr verzögert sich seit Jahren. Die Führung in Teheran wirft Moskau dafür politische Gründe vor. Hingegen hatte Russland stets betont, die Verzögerung werde durch technische Problemen verursacht. (APA/dpa)
aktualisiert: Mo, 23.08.2010 11:10



