Österreich
SoKo Ost zog Ring um Wien
St. Pölten – Von Freitagabend bis Samstagmittag hat eine „Aktion scharf“ der SoKo Ost gegen organisierte Kriminalität stattgefunden. In Niederösterreich konnte die groß angelegte bundesländerübergreifende Polizeiaktion nach nur wenigen Stunden den ersten Erfolg verzeichnen.
Auf der Südautobahn (A2) weigerte sich ein Autolenker, von der Polizei kontrolliert zu werden. Er versuchte zunächst, den Beamten mit dem Auto zu entkommen, dann flüchtete er zu Fuß in ein Feld. Sofort wurde ein Polizeihubschrauber angefordert und mit einer Wärmebildkamera konnte der Mann aufgefunden, gestellt und festgenommen werden. Das Auto, mit dem er unterwegs war, war gestohlen.
In Niederösterreich fanden die Schwerpunktkontrollen der Polizei vor allem auf den Hauptverkehrsadern rund um Wien statt. Im Minutentakt wurden verdächtige Fahrzeuge aus dem laufenden Verkehr geholt und von den Beamten genau kontrolliert. Viele Reisebusse und Kastenwägen wurden überprüft.
Die Kontrollen waren in NÖ vor allem wichtig, weil hier oft Diebe Richtung Osten unterwegs sind, sagt SoKo-Ost-Sprecher Michael Takacs: „Hier führen Hauptverkehrswege in den Osten von Europa – und da sind wir natürlich eine Drehscheibe. Diese Drehscheibe nutzen kriminelle Organisationen – und da werden wir jetzt ungemütlich.“ Bei der Schwerpunktaktion waren auch Spezialisten der Polizei im Einsatz, die binnen weniger Sekunden Reisepässe und Papiere mittels mobiler Datenbank überprüfen können. (fell)



