Innsbruck Land
Mit Leidenschaft für Wein und Genuss
Berufsporträt Sommelier
Ausbildung: In Tirol bietet das Wifi mehrwöchige Kurse bis zum Diplomsommelier an. Weinakademiker oder Master of Wine kann man durch eine weiterführende Ausbildung an der Weinakademie in Rust werden.
Voraussetzungen: Fit mit allen Sinnen sollte man sein, um den Anforderungen gerecht zu werden. Besonders aber Leidenschaft für Wein und die Gastronomie-Branche braucht man als Basis.
Von Teresa Lackner
Grinzens – Berufliche Herausforderungen und Veränderungen hat Bruno Resi nie gescheut. Direkt nach seiner Ausbildung zum Friseur ist er in die EDV-Branche eingestiegen, hat sich dann aber selbstständig gemacht und ist 2004 schließlich in die Gastronomie gewechselt. All die Jahre hat den 48-jährigen Tiroler aber eines begleitet: die Liebe zum Wein.
Eine Liebe, die auch seine Frau teilt. Deshalb wagten die Ärztin und der Wirtschafts-allrounder gemeinsam den Schritt, eine Vinothek in Innsbruck zu eröffnen. Nach drei Jahren kehrte seine Frau in ihren ursprünglichen Beruf zurück und Resi beschloss, seinen Fokus auf den Weinhandel zu legen. Dafür hat er auch die Ausbildung zum Diplomsommelier gemacht, die er 2009 erfolgreich abgeschlossen hat. „Der Handel ist neben der Gastronomie eine weitere berufliche Möglichkeit für einen Sommelier“, sagt Bruno Resi. Aber egal ob Handel oder Hotel, der Grundgedanke beider Bereiche sei derselbe: „Von der Wortbedeutung her ist ein Sommelier ein Vorkoster. Als Beruf heißt das, dem Gast oder Kunden den höchstmöglichen Genuss zu ermöglichen“, sagt Resi.
Neben einem umfangreichen Wissen um Weinregionen und Herstellungsverfahren ist besonders die Weinverkostung im beruflichen Alltag wichtig. Sie ist auch der praktische Teil der Abschlussprüfung zum Diplomsommelier. Dabei kommen alle Sinne zum Einsatz, da sich die Weinqualität in Farbe, Geruch und Geschmack ausdrückt. „Das Verkosten ist aber keine Kunst, sondern eine Übungssache“, sagt Resi.
Seit drei Jahren betreibt Resi sein Unternehmen „La Dottoressa Weinhandel und Genuss GmbH“ und organisiert auch verschiedene Events rund um das Thema. Auch im Vorstand des Tiroler Sommeliervereins ist er engagiert. Seine berufliche Zukunft sieht er durchaus geprägt von weiteren Veränderungen, die Arbeit mit dem Wein ist aber nicht mehr wegzudenken.



