Jungbauernkalender 2011
Zwei Tiroler schnuppern Landluft und einen Hauch von Hollywood
Verkauf ab Herbst
Der Jungbauernkalender 2011 ist ab Oktober um 27 Euro - für Bauernbundmitglieder um 25 Euro - erhältlich. Online-Bestellungen sind unter www.jungbauernkalender.at möglich.
Wien, Kitzbühel – „Das Geheimnis im Blick bewahren“ - das mussten neun junge Bäuerinnen und Bauern, darunter zwei Tiroler Neo-Models, am Mittwoch beim Pressefotoshooting für den Jungbauernkalender 2011. Fotograf Wolfgang Zajc bot dabei einen Vorgeschmack auf die im Herbst erscheinende elfte Auflage des von der Österreichischen Jungbauernschaft produzierten Kalenders. Über die Motive wurde nichts verraten, aber das Thema „Heimat.Film“ verspricht einen Hauch von Hollywood.
13 Tage hat der gebürtige Steirer mit den feschen Frauen und Männern am Set verbracht und schnell habe sich gezeigt, dass alle gut miteinander auskommen, so der Werbefotograf. Nach den knapp zwei Wochen sei sogar „ein bisserl Wehmut“ beim Abschied dabei gewesen. Dass die Models davor noch keine professionellen Shootings mitgemacht hätten, sei kein Nachteil gewesen: „Ich mag es lieber, Leute von der Straße zu fotografieren, da sie meist charmanter rüberkommen“, meinte Zajc.
Beim inszenierten Shooting am landwirtschaftlichen Hof des Schottenstifts in Wien zeigten sich die Jungbauern und -bäuerinnen schon etwas erfahrener. Selbstbewusst warf sich die Landjugend auf den Heuwagen. „Ihr könnt ruhig ein bisserl schmusen“, riet der Fotograf scherzhaft. „Legt euch noch ein bisschen enger zusammen und gib die Hand über ihre Taille, aber nicht zu viel, wir sind ja hier in einem Klosterstift“, schmunzelte Zajc weiter.
Elisabeth Köstinger, Obfrau der Österreichischen Jungbauernschaft, verriet zum Motto Film nur so viel: „Die Stars sind nicht nur in Hollywood zu Hause.“ Wie jedes Jahr versuche man auch für den Kalender 2011 durch ein „neues visuelles Konzept die hohen künstlerischen Erwartungen zu erfüllen“.
Tirol war mit dem 20-jährigen Pitztaler Manuel und der Jochbergerin Anika vertreten. Ob Holzarbeiten, Heuarbeiten, Düngen oder das Instandhalten der Geräte - Manuel liebt die Arbeit auf dem Hof seiner Eltern. Gemeinsam betreiben sie eine Kleinlandwirtschaft mit Milchvieh und Almochsen. Nachdem der gelernte Landmaschinentechniker den elterlichen Betrieb übernehmen wird, hilft er auf dem Bergbauernhof jederzeit mit.
Auch Anika hat ihre Leidenschaft für die Landwirtschaft früh entdeckt. Die Großmutter übergab ihren Hof an Anikas Onkel. Dort verbrachte die hübsche Tirolerin von klein auf viel Zeit und arbeitet bis heute mit. Übernehmen will sie den Hof aber nicht. Ihr Traum wäre es nach dem Studium der Ernährungspädagogik an der Landwirtschaftsschule zu unterrichten. Von selbst wäre die 20-Jährige aus dem Bezirk Kitzbühel nicht auf die Idee gekommen sich für das Casting des Jungbauernkalenders zu bewerben: „Meine beste Freundin hat mich überredet. Ich hab mich im Internet beworben und es hat geklappt.“ Hemmungen sich vor der Kameralinse auszuziehen, hatte Anika keine: „Ich trag ja ein Negligé. Oben-ohne-Fotos hätte ich niemals gemacht.“ Die Models hätten den Fotograf bereits vorher kennengelernt und so sei die Stimmung am Set entspannt und locker gewesen. „Das mehrstündige Casting war zwar auch anstrengend, aber ich hatte so viel Spaß, dass ich mir vorstellen könnte, wieder mal vor der Kamera zu stehen. Wobei meine Größe von 1,58 Metern wohl fürs Modeln nicht ideal ist“, das sei aber egal, meint Anika weiter. Ihre Eltern seien bereits jetzt stolz, dass sie unter so vielen Kandidaten für den Jungbauernkalender 2011 ausgewählt wurde. (red.)
aktualisiert: Mi, 16.02.2011 10:22



