24.07.2010, 10:28  Aktualisiert: 16.02.2011, 10:22 

Österreich

Nach Hubschrauberabsturz: Wrack beschlagnahmt, Obduktion

Nach dem tragischen Hubschrauberabsturz im Pinzgau bei dem der Pilot ums Leben kam, sind die Ermittlungen im Gang. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte das Wrack.
Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist derzeit noch völlig unklar. Am Samstag werden die Unfallstelle und das Wrack untersucht. Foto: APA (2), Freiwillige Feuerwehr Maria Alm (7, Anm.: die Datumsangabe in den Fotos dürfte auf eine falsche Einstellung der Kamera zurückgehen)
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Salzburg – Noch ist unklar, wie es zu dem Hubschrauberabsturz kommen konnte. Die Ursachenforschung ging am Samstag weiter. Experten waren vor Ort, die Staatsanwaltschaft ließ die Wrackteile beschlagnahmen, die Kriminalpolizei nahm ihre Arbeit auf.

Ermittelt wird in alle Richtungen. Jetzt muss geklärt werden ob ein technisches Gebrechen, ein Pilotenfehler oder ein Wartungsfehler zu dem Unglück geführt habe. Die Leiche des Piloten wird obduziert.

Nach Pause aufgebrochen

Der 44-jährige als erfahren geltender Pilot war am Freitagnachmittag nach einer Schlechtwetterpause noch einmal aufgebrochen, um Beton in speziellen Außenlast-Behältern für hochalpine Baustellen zu einer Stütze der dort neu zu errichtenden Skischaukel zu transportieren.

Plötzlich stürzte der Hubschrauber in ein schwer zugängliches Waldgebiet. Das Wrack zerbrach in mehrere Teile. Aufgrund der schlechten Sicht und der schwierigen Wetterbedingungen konnten keine Hilfskräfte aus der Luft zum Unfallort vordringen. Als die Rettungsmannschaften zum Wrack gelangten, war der schwer verletzte Schweizer bewusstlos. Die Einsatzkräfte versuchten noch, den Piloten zu reanimieren, doch vergeblich.

Firmenchef Roy Knaus, die Unfallkommission und Experten der Austro Control waren am Samstagvormittag auf dem Weg zur Unfallstelle und zum Wrack. „Am Nachmittag können wir erste Vermutungen anstellen“, erklärte Knaus gegenüber TT.com. Noch ließen sich aber keine Schlüsse ziehen.

Flughelfer steht unter Schock

Mit dem Flughelfer konnte der Firmenchef mittlerweile sprechen. „Ihm geht es sehr schlecht. Er und der Pilot waren langjährige Freunde. Er ist sehr betroffen. Sie waren ein eingespieltes Team.“

Die Aussagen des Flughelfers hätten aber „keinen wirklichen Aufschluss“ über den Hergang des Unglücks gegeben. Der Mitarbeiter stehe unter schwerem Schock, so Knaus. Die Polizei habe den Flughelfer bereits einvernommen und seine Aussagen aufgenommen. (deda, APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Sa, 24.07.2010  10:28
aktualisiert: Mi, 16.02.2011  10:22
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