08.02.2010, 09:35  Aktualisiert: 10.05.2010, 15:18 

Imst

Deutsches Lawinenopfer in Innsbrucker Klinik gestorben

Der Mann wurde am Unglücksort reanimiert und in die Klinik nach Innsbruck geflogen, wo ihm die Ärzte aber nicht mehr helfen konnten.
Der Verschüttete wurde nach seiner Bergung nach Innsbruck zur Universitätsklinik geflogen. Symbolfoto: Böhm

Innsbruck – Eine Variantenabfahrt am Pitztaler Gletscher ist einem deutschen Urlauber am Sonntag zum Verhängnis geworden. Der aus Baden-Württemberg stammende Tourist hatte bei der Abfahrt einen 37-jährigen Landsmann geführt, der bei dem Lawinenabgang unverletzt blieb. Der Deutsche starb in der Nacht auf Montag nach Angaben der Polizei in der Innsbrucker Universitätsklinik.

Die zwei Deutschen waren im freiem Skiraum im Bereich Hinterer Brunnkogel in Richtung Mittelbergferner unterwegs. Der Skiführer fuhr voraus und gab Anweisungen zum Abfahren. Nach einem kurzen Halt oberhalb der sogenannten Blattrinne fuhr er in diese steile Rinne ein und hielt am unteren Ende und forderte den 37-Jährigen auf, nachzukommen. Als dieser in die Geländerinne eingefahren war und nur wenige Schwünge gemacht hatte, löste sich die 30 Meter breite Schneebrettlawine, die die Variantenfahrer 300 Meter mitriss und den Skiführer verschüttete.

Dem 37-Jährigen gelang es, einen Notruf abzusetzen, den Verschütteten zu orten und aus den Schneemassen zu befreien. Er wurde am Unglücksort reanimiert und in die Klinik nach Innsbruck geflogen, wo ihm die Ärzte aber nicht mehr helfen konnten. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mo, 08.02.2010  09:35
aktualisiert: Mo, 10.05.2010  15:18
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