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Golden Globes: „Avatar“ weiter auf Rekordkurs
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Das Science-Fiction-Abenteuer „Avatar“ hat bei den Golden Globes abgeräumt - und ist an den Kinokassen auf Rekordkurs. Foto: Centfox
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Beverly Hills/Innsbruck – Als James Cameron vor zwölf Jahren seinen „Oscar“ in den Händen hielt, brach es aus dem Regisseur heraus: „I‘m the king of the world“ („Ich bin der König der Welt“). Elf Trophäen hatte sein Schiffsuntergangs-Drama „Titanic“ gewonnen, darunter als bester Film und für die beste Regie. Mit dem Fantasy-Epos „Avatar - Aufbruch nach Pandora“ räumte der 55-jährige gebürtige Kanadier bei der Golden-Globe-Gala in der Nacht zum Montag wieder die wichtigsten Preise ab. Ein Omen für die Oscar-Vergabe, die am 7. März in Hollywood über die Bühne geht. „‘Avatar‘ will uns zeigen, dass alles miteinander verbunden ist, alle Menschen miteinander, und wir mit der Erde. Und wenn man dafür viereinhalb Lichtjahre weit zu einem anderen, erfundenen Planeten reisen muss, um so das Wunder unserer Erde schätzen zu lernen, dann ist dies das Wunder des Kinos, das ist der Zauber“, so der überraschte Regisseur bei der Preisverleihung.
Neben den goldglänzenden Weltkugeln hat sich Cameron längst eine goldene Nase verdient. Das aufwendig gedrehte 3-D-Abenteuer spielte weltweit schon über 1,6 Milliarden Dollar (1,113 Mrd. Euro) ein. Damit steht die Saga von den blauhäutigen Außerirdischen auf der Hitliste nur noch wenig hinter dem bisher erfolgreichsten Film aller Zeiten, „Titanic“ mit 1,84 Milliarden Dollar, zurück.
Kritik, Proteste und Haftbefehl
Auch wenn er an den Kinokassen für Rekordeinnahmen sorgt, bläst dem Hollywood-Film „Avatar“ von mancher Seite jedoch ein kalter Wind ins Gesicht. Eine amerikanische „Initiative für rauchfreie Filme“ hatte mit ganzseitigen Anzeigen dagegen protestieren, dass in dem Film Schauspielerin Sigourney Weaver zur Zigarette greift. „Rauchen in für Kinder freigegebenen Filmen - jetzt auch in 3D“, heißt es in den Annoncen, die der Initiative zufolge in den Branchenblättern „The Hollywood Reporter“ und „Variety“ veröffentlich wurden. Der Film dürfe nicht schon für 13-Jährige zugelassen werden, sondern müsse ein „R-Rating“ als Film für Erwachsene bekommen.
Aber auch der Vatikan sparte nicht mit Kritik an dem 3D-Spektakel und verurteilte die „Naturverehrung als Religionsersatz“. Drastischere Schritte forderten gar russische Kommunisten. Sie warfen Star-Regisseur James Cameron geistigen Diebstahl für sein Science-Fiction-Abenteuer vor und forderten seine Verhaftung. Cameron habe für den Blockbuster Handlung und Figuren aus dem Roman „Die Unruhe“ des sowjetischen Autors Boris Strugazki verwendet.
Kopfschmerz und Schwermut
Augenärzte warnen Kinogänger indes vor Kopfschmerzen durch den 3D-Effekt. Vor allem Personen mit kleinen Augenproblemen sind stark betroffen. Am besten in der Mitte des Kinosaals Platz nehmen, raten Experten.
Zahlreiche Kinogänger klagen aber vor allem über Herzschmerz. Die dargestellte Welt sei so schön und wirke so real und ist bei all dem doch eben unerreichbar fern. (APA/red)
aktualisiert: Mo, 18.01.2010 14:24



