31.07.2010

Wacker - Sturm

10.000er-Marke wird auch gegen Sturm locker geknackt

Trotz der 14-tägigen Zwangspause ist die Euphorie um Bundesligaaufsteiger FC Wacker ungebrochen.

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Fußball-Tirol freut sich auf das nächste Fest im Tivoli. 7000 Karten für das sonntägige Heimspiel ab 18.30 Uhr gegen Sturm Graz gingen bereits im Vorverkauf über den Ladentisch, damit wird die 10.000er-Marke auch im zweiten Saisonspiel geknackt. „Die Vorverkaufswerte sind in etwa ident mit dem Rapid-Spiel. Ich rechne zwischen 11.000 und 13.000 Fans“, freut sich Wacker-Geschäftsstellenleiter Gerald Schwaninger über den derzeitigen Wacker-Boom. Insgesamt 16.008 Zuschauer fasst das Tivoli, sind 15.880 Karten weg, ist die Arena ausverkauft. „Weil wir neben dem Gästesektor Reihen freilassen müssen“, so Schwaninger. Gegen Rapid feierten 13.624 Zuschauer den 4:0-Auftaktsieg des FC Wacker. Endlich wieder einmal ein richtiger Zahltag. Der Reingewinn ohne Abzug der Spielerprämien dürfte sich auf einen hohen fünfstelligen Betrag einpendeln. Was auch gegen Sturm zu erwarten ist. „So wäre die Auslastung optimal. Aber natürlich muss man damit rechnen, dass es nicht immer so läuft. Wenn wir auf einen Schnitt von 8000 Zuschauern kommen, liegen wir immer noch weit über der Kalkulation“, rechnet Schwaninger realistisch.

Weiter punkten will auch die sportliche Abteilung. Erst recht nach dem Traumstart gegen Rekordmeister Rapid und trotz der Zwangspause nach der regenbedingten Absage in Salzburg. „Wir hatten jetzt eben 14 Tage Zeit, um uns optimal vorzubereiten. Mit Sturm kommt der nächste Titelkandidat, der zudem mit dem 2:0 gegen Tiflis zusätzliches Selbstvertrauen tankte“, weiß Wacker-Coach Walter Kogler, was auf sein Team zukommt: „Die stehen defensiv sehr sicher, lassen den Ball gut laufen und spielen einen sehr gepflegten Fußball.“

Dass der FC Wacker zu euphorisch ans Werk gehe, erstickt Kogler, der bis auf Bammer aus dem Vollen schöpfen kann, schnell im Keim: „Besteht kein Grund. Rapid war einfach eine Bestätigung, dass wir in der Liga mithalten können und dass wir es draufhaben, wenn wir alles abrufen. Und genau darauf wird es wieder ankommen.“

Dem zu erwartenden Grazer Angriffswirbel wird sich Harald Pichler zusammen mit dem Spanier Bea im Tiroler Abwehrzentrum wieder entgegenwerfen: „Szabics und Kienast sind nicht irgendwer. Aber das waren die Rapidler Jelavic und Salihi auch nicht. Unsere Brust ist breiter geworden“, verspricht Pichler der steirischen Sturmabteilung einen heißen Sonntag.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Sa, 31.07.2010
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