02.08.2010

Sportmix

Arslan war sogar für Wyatt eine Nummer zu groß

Markus Kröll (Platz 14) lief in seiner Heimat Mayrhofen mit der Berglaufelite um die Wette. Ahmet Arslan gewann das Harakiri-Rennen auf den Penken.

Von Florian Warum

Mayrhofen – Es ist 9.45 Uhr. Vor dem neuen Europahaus warten Hunderte Zuschauer auf den Start zu einem Laufsportevent mit internationaler Beteiligung. Der Mayr­hofner Bergläufer Markus Kröll hatte gerufen und einige der besten Bergläufer folgten dem Ruf in seine Heimat.

Er ist der Miterfinder jenes Berglaufs, der zum zweiten Mal im Rahmen des Berglauf Grand Prix (vgl. mit dem Weltcup, Anm.) im Zillertal Station macht.

„Langsam starten“, will der Belgier Elie Hoet, der bis gestern 170 Vorbereitungskilometer in den Zillertaler Bergen absolviert hat. „Wenn ich mit 165 bis 175 Puls laufen kann und auch der Kopf mitspielt, dann sollte ich auf jeden Fall schneller als letztes Jahr sein.“ Er war letztendlich um vier Minuten schneller.

Auf die Athleten wartet eine Strecke, die es in sich hat. Sie müssen die 120 Gämsen 800 Höhenmeter überwinden und sich das Rennen bestmöglich einteilen.

Schnellster Läufer war übrigens Ahmet Arslan, der beim Harakiri-Berglauf seine Form für die Berglauf-WM in Slowenien überprüfen will. „Diese Strecke heißt nicht umsonst Harakiri. Es ist ein sehr schöner und anspruchsvoller Kurs“, erzählt der vierfache Europameister aus Antalya (Türkei), der nach 50:39 Minuten ins Ziel gekommen ist.

„Jonathan Wyatt hat es mir nicht leicht gemacht. Er war lange Zeit ganz dicht hinter mir“, so der 24-jährige aus Antalya, für den es in diesem Jahr nur ein großes Ziel gibt: „Ich will bei der WM Gold gewinnen.“ Vorjahressieger Jonothan Wyatt aus Neuseeland wurde Zweiter. „Ich wäre gern wieder ganz oben gestanden, aber Ahmet ist toll gelaufen.“

Schnellste Dame wurde die Amerikanerin Brandy Erholtz, die nach 1:04:26 Stunden von den Zuschauern am Penken begeistert empfangen worden ist. „Es war großartig hier. Die Umgebung, die Leute, einfach alles. Ich komme auf alle Fälle wieder.“

Beachtlich sind auch die Leistung der beiden ältesten Läufer: Irina Spira (Jg. 1944) aus Bulgarien benötigt 1:42:27 Stunden. Der 80-jährige Fritz Hippmann kommt nach 2:20:00 Stunden ins Ziel.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mo, 02.08.2010
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