Football
Swarco Raiders verschlafen den Saisonstart
Von Marco Heinrich
Innsbruck – Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Schön und gut. Aber die Swarco Raiders zeigten sich gestern nicht als Anhänger von Gorbatschows Glasnost und Perestroika. Coach Santos Carillo und Running Back Florian Grein kamen eine Stunde zu spät zum Flughafen und verpassten so den Trip nach Wien zur Auftakt-Pressekonferenz der österreichischen Football-Liga. Per Internet-Konferenz wurden sie daher los, was es elf Tage vor dem ersten Saisonspiel bei den Carinthian Black Lions so zu sagen gibt.
Auf die Frage, ob Carillo heuer der österreichische Titel (letzter Sieg: 2006) wichtiger sei als die Eurobowl (zuletzt zwei Triumphe in Folge), antwortet der Coach auf die ihm eigene Art: „Nenn mich habgierig, aber ich will sie beide gewinnen!“ Gelebtes Tiroler Selbstvertrauen. Doch Carillo warnt auch: „Wir sind als Team noch nicht so weit, wie ich mir das vorstelle. Es ist gut, dass wir im ersten Spiel nicht gleich auf Graz oder Wien treffen.“ Heute brechen die Swarco Raiders nach Italien in ein viertägiges Trainingslager auf. Dann soll am Feintuning gearbeitet werden.
Die im Verhältnis zu anderen Sportarten ohnehin schon kurze Saison wird heuer aus Rücksicht auf das Nationalteam weiter gekürzt. Im Grunddurchgang werden nur sechs Runden gespielt, obwohl die Liga auf acht Teams aufgestockt wurde (Prag, St. Pölten und Salzburg sind neu). Denn Ende Juli nimmt Österreich nach jahrelanger Abstinenz und zwischenzeitlicher Auflösung der Nationalmannschaft an der A-EM in Deutschland teil. Die große Generalprobe für die WM 2011 im eigenen Land.




