Olympia
So feierte Schlierenzauer Bronze
Whistler – Man muss die Feste feiern wie sie fallen. Und das gilt auch für einen Gregor Schlierenzauer, für den das mit dem Feiern nach 32 Weltcupsiegen und fünf WM-Medaillen ja schon so was wie Routine ist. Aber Olympische Spiele sind halt doch ein anderes Kaliber.
Ein großes Hallo samt „Immer wieder Österreich“, intoniert von Trompeten und zahlreichen Stimmen, empfing den ersten österreichischen Medaillengewinner der XXI. Olympischen Winterspiele in Vancouver und Whistler. Es war der vielleicht bisher längste Wettkampftag für Schlierenzauer, der nach dem Gewinn von Bronze Dopingkontrolle, unzählige Interviews und Ehrungen hinter sich bringen musste und kaum noch Zeit für sich selbst gefunden hatte.
„Bis jetzt hatte ich eine halbe Stunde Ruhe - und selbst da hat das Handy die ganze Zeit gescheppert“, grinste Schlierenzauer.
Neben der Medaille gab‘s noch weitere Geschenke für den rot-weiß-roten Überflieger. Erst wurde dem Stubaitaler eine Torte überreicht, dann ein AUA-Gutschein von Sportminister Norbert Darabos und zum Schluss noch eine überdimensionale Briefmarke mit dem Porträt des 20-Jährigen, die er gleich unterzeichnen musste.
Das größte Geschenk gab‘s allerdings von Trainer Alexander Pointner. Der gönnte seinen Schützlingen nach dem ersten Bewerb einen freien Sonntag.
Zu den weiteren prominenten Gratulanten zählten u.a. ÖOC-Boss Karl Stoss, Tirols Landeshauptmann Günther Platter und Innenministerin Maria Fekter.
„Es ist Gänsehautfeeling pur, wenn man sie jetzt wirklich da hat“, meinte Schlierenzauer mit Blick auf seine gewellte Medaille. „Ich brauche noch Zeit, um das richtig zu realisieren. Jetzt am Medal Plaza, als ich sie gekriegt habe, das war eine geile Sache.“
Schlierenzauer widmete die Medaille seinem verstorbenen Opa, der auch Skispringer war, aber auch seiner Familie, den Betreuern und jenen Trainern von klein auf, die ihn an die Spitze geführt haben. „Ohne sie alle stünde ich heute nicht hier.“ (red, APA)
aktualisiert: Di, 11.05.2010 10:39





